»Wahrhaftig, der Tag ist da!« Ettingen faßte Lolos Hände. »Ich danke Ihnen, Fräulein, für diese Nacht! Und wenn ich jetzt gehe, nehm ich um Ihretwillen einen Wunsch mit fort.«

»Einen Wunsch?«

»Daß Sie das noch einmal hören möchten in Ihrem Leben, mit der gleichen Zärtlichkeit und mit dem gleichen Ton: Meine gute, liebe, kleine Lo!« Zögernd ließ er ihre Hände, ging zum Diwan hinüber und küßte den schlummernden Jungen auf die Stirn.

Gustl erwachte, richtete sich in den Kissen auf, blinzelte mit den Augen und sagte: »Guten Morgen!«

Das wirkte so drollig, daß sie lachen mußten, alle beide.

Zärtlich streichelte Lo dem Bruder die Wange. »Guten Morgen, Bubi! Aber leg dich nur wieder hin und schlaf noch ein Weilchen! Es ist noch gar nicht Tag, erst vier Uhr früh!«

»So? Aber gelt, wenn die Sonne kommt, dann weckst du mich, Lo?«

»Ja, Bubi!«

Gustl drehte sich auf die Seite. Nach einer Minute schlief er schon wieder.

Lo und Ettingen traten vor die Hütte.