»Was, Schatzl?«
»Neulich hat er mich busseln wollen. Da hab ich ihm eine runterliniert.«
»Geh? Is wahr?« Dieses Bekenntnis rührte ihn; sie hätte ihm ihre Liebe nicht besser beweisen können als durch das »Zähntweh« des Kammerdieners. »So a guts Madl, wie du bist! So was gibt's nimmer auf der Welt! Und dös einschichtige Busserl von der andern? Gelt, dös tust mir net verübeln?«
»Aber gwiß net! Wir müssen froh sein, daß 's bloß an einzigs war! Und sie hat's ja dir geben. Da kannst ja du nix dafür!«
Dankbar zog er sie auf seinen Schoß, und nun waren sie wieder schweigsam.
Auf dem Heuboden schien der übermütigen Gesellschaft allmählich der Schlaf zu kommen. Nur ein paarmal hörte man noch ein leises Gekicher.
Die beiden auf der Herdbank rührten sich nicht — sie seufzten nur manchmal, heiß und tief.
Kleiner und kleiner wurde das Feuer auf dem Herd. Bevor es in Glut versank, belebte sich knisternd noch eine letzte Flamme und leuchtete rot.
Die Kienfackel an der Wand war schon erloschen; es glostete nur der Stumpf noch ein bißchen, und stille Funken, gleich winzigen Sternchen, fielen von ihm zu Boden.
Fußnoten: