»Was? Fort? Da muß ich a bißl nachschauen.« Kluibenschädl ging zur Tür und brummte über die Schulter: »Also! Gscheit sein! Um zwölfe is Polizeistund!«

»Ja, ja! Gut Nacht, Herr Förstner!« erwiderten die Jäger. Nur Pepperl schwieg. Er hatte seinen Stuhl wieder aufgerichtet, saß mit gespreizten Beinen und machte ein Gesicht, als ginge ihm ein widerhaariger Wirbel im Kopf herum. Die Sennerin brach, als sie die trübselig verwandelte Gesellschaft sah, in Kichern aus. »Ui jegerl! Der hat enk bei der Kittelfalten derwischt! Und du?« Sie puffte den Praxmaler-Pepperl mit der Faust in den Rücken. »Was is denn mit dir?«

»Gnug hab ich, scheint mir!« gestand Pepperl in ehrlicher Selbsterkenntnis »Dir hätt ich 's Räuscherl gern anghängt, und ich selber hab's kriegt!«

Das Mädel lachte, daß ihr die Jäger beschwichtigend zuwinkten. Da drückte sie die Hand auf den Mund, huschte zur Hüttentür und guckte in die schwarze Nacht hinaus.

Der Förster war in der Finsternis verschwunden. Nur seine stolpernden Schritte waren noch zu hören.

Aus dem kleinen Fenster des Hegerhäuschens, auf das er zutappte, schimmerte Licht. »No also, er muß ja daheim sein!« Kluibenschädl ging auf das offene Fenster zu, packte die Gitterstäbe und steckte den Kopf hinein.

Eine rußende Petroleumlampe brannte in dem Stübchen, das mit den zwei Betten, dem Tisch und dem eisernen Kochherd so reichlich angeräumt war, daß knapp noch schmaler Platz verblieb, um aus-und einzugehen. Das eine Bett war leer, auf dem anderen lag Toni Mazegger ausgestreckt, völlig angekleidet, die Hände hinter dem Kopf verschlungen, mit offenen Augen, die zur Decke starrten.

»He! Du!«

Mazegger fuhr auf. Als er den Förster am Fenster sah, nickte er wortlos.