In bewohnten Gegenden kommt nun das Eiderentenweibchen nur selten dazu, seine erste Brut aufzuziehen, da die Nester regelmäßig der wertvollen Dunen und Eier beraubt werden. Einsichtige Eigentümer der Brutplätze von Eiderenten begnügen sich damit und lassen die Vögel dann gewähren; habsüchtige und unverständige Leute aber rauben ihnen nicht bloß die erste Brut von 4–6 Eiern, sondern auch die zweite, die aus 3, oder gar die dritte, die nur aus 2 Eiern, manchmal nur aus einem einzigen besteht und gleich der zweiten oft merklich kleinere Eier aufweist. Für das Wegnehmen der dritten Brut werden aber die Leute gewöhnlich durch den dauernden Abzug der Vögel bestraft. Da das Eiderentenweibchen, das sich, wenn ihm die Dunen wiederholt weggenommen wurden, trotzdem es sich den Bauch beinahe kahl rupft, für die späteren Gelege nicht mehr genug Dunen hat, so muß dann das Männchen herhalten, das sich auch vom Weibchen geduldig ausrupfen läßt, um es dann allerdings zu verlassen. Das Weibchen besorgt das Brüten und Aufziehen der Jungen allein. Die Norweger tragen die eben ausgeschlüpften Jungen gern in einem Korbe zum Meere, um sie dort auszuschütten. Ihnen folgen die besorgten Mütter, um wieder zu ihren Jungen zu gelangen, die sie dann an sich locken, um sie zum Leben im Wasser zu erziehen.

Für die armen Bewohner der Küsten des hohen Nordens ist der Handel mit Eiderdunen sehr wichtig; deshalb suchen sie die Eiderenten in die Nähe ihrer Wohnungen zum Brüten anzusiedeln, wo sie dann ganz zahm werden. Am wertvollsten sind die Dunen dann, wenn sie vor dem Brüten aus dem Nest genommen werden, da sie nachher meist verunreinigt sind. Ein Kilogramm gut gereinigter Dunen, zu dessen Gewinnung 10–15 Nester geplündert werden müssen, wird mit 30 Mark und darüber bezahlt. Zur Füllung eines Bettes sind etwa 2,5 kg Dunen nötig, die sich, auf einen kleinen Raum zusammengedrückt, bei nachlassendem Druck so schnell wieder ausdehnen, daß ein mit ihnen gefülltes Bett an Weichheit und Warmhalten seinesgleichen sucht. Die Eier werden wie die Hühnereier verwendet. Auch das Fleisch der Eiderente wird gegessen und ihr abgezogener Balg zur Anfertigung warmer Unterkleider verwendet. Geschossen wird die Eiderente auch auf dem hohen Meere selten. Der dort sehr scheue Vogel verlangt seines dichten Pelzes wegen einen tüchtigen Schuß mit grobem Schrot und ist so ungemein zählebig, daß er sich, wenn ihn der Schuß nicht augenblicklich tötet, durch Tauchen zu retten sucht, wobei er sich an Pflanzen auf dem Meeresgrund festbeißt, dort verendet und deshalb für den Schützen meist verloren geht.

Von den zahlreichen nordischen Vögeln dienen noch manche andere dem Menschen regelmäßig als Speise, so außer verschiedenen nordischen Enten und Gänsen auch die im hohen Norden brütenden Schwäne (Höcker-, Sing- und Zwergschwan), deren Fleisch, wenn die Tiere noch jung sind, äußerst zart und wohlschmeckend ist. Deren mit den Federn gargemachten Häute liefern ein kostbares Pelzwerk und die Dunen einen bedeutenden Handelsartikel. Auch Möven, Segeltaucher und Pelikane liefern gutes Fleisch, geschätzte Eier und ein zu Muffen und Verbrämungen beliebtes Pelzwerk. Noch wichtiger als sie sind für den Menschen die Gänse, von denen einzig die Graugans (Anser cinereus), die Stammutter unserer Hausgans, in Mitteleuropa brütet, während die übrigen Gänsearten mehr nördlich brüten und nur bei ihrem Durchzuge nach dem Süden bei uns geschossen werden. Nach der Überwinterung in Afrika erscheint dieses Tier bei uns in großen Gesellschaften mit viel Lärm, um in wasserreichen Einöden zu brüten. Hier kämpfen die jüngeren Männchen ums Weibchen, während die älteren schon gepaart sind. Das Weibchen legt, wenn es jung ist, 5, wenn es älter wird bis 10 trüb gelblichweiße Eier, die es mit von Brust und Bauch abgerupften Dunen umgibt. Es bebrütet sie mit der infolgedessen fast bloßgewordenen Haut und bedeckt sie beim jedesmaligen Verlassen des Nestes sorgsam mit Dunen, damit sie nicht etwa erkalten. Die den Eiern nach einer vierwöchentlichen Brutzeit entschlüpfenden Jungen werden von der Mutter noch einen Tag lang erwärmt, dann zum Aufsuchen zarter Pflanzennahrung aufs Wasser und später wieder aufs Land geführt, während der Vater ängstlich auf die Sicherheit der Seinen bedacht ist und sie beim geringsten Anzeichen von Gefahr warnt. Als junges Tier zu Ausgang der Ernte geschossen, liefert die Graugans einen vorzüglichen Braten, ist aber als scheuer, vorsichtiger Vogel schwer zu beschleichen. Sie wird meist morgens und abends auf dem Anstand erlegt. Meist verläßt sie uns im August, um nach Süden zu ziehen, wobei die flugfähigen Jungen schon im Juli den Eltern vorausgezogen sind. Die Graugans ist zierlicher und schlanker als die Hausgans, von der sie sich sonst nur durch ihr stets bräunlichgraues Gefieder unterscheidet.

Im September und Oktober trifft bei uns die den hohen Norden Asiens bewohnende Saatgans (Anser segetum) auf ihrem Zuge nach Süden ein, um entweder bei uns oder in südlicheren Gegenden zu überwintern und im April wieder auf ihre Brutplätze zurückzukehren. Etwas später als sie trifft die etwas kleinere, ebenfalls hochnordische Ackergans (Anser arvensis) teils als Durchzugsvogel, teils als Wintergast bei uns ein, während die dieselben Breiten bewohnende kurzschnäbelige Gans (Anser brachyrhynchus) mehr Westeuropa streift. Dagegen trifft man nicht selten bei uns im Winter die Nordasien bewohnende Bläßgans (Anser albifrons). Alle sind sehr vorsichtige, scheue Tiere, die sehr wohl den gefährlichen Jäger vom harmlosen Bauern zu unterscheiden vermögen. In China, wo sie in großer Zahl überwintern und gesetzlich geschützt sind, erweisen sie sich infolge des Schutzes, den sie genießen, viel zutraulicher gegen den Menschen als bei uns. Besonders zahlreich sind auch dort die Saatgänse, die sich sogar im Innern von Peking in Scharen niederlassen, während sie bei uns überall geschossen werden, wo sie sich zeigen.

In Waldrevieren gewinnt gelegentlich die Jagd auf Drosseln Wichtigkeit, da sie mitunter mehr abwirft als diejenige des übrigen Federwildes. Diese geschieht fast nur mit Dohnen in Form von an die unteren Baumäste aufgehängten Bügeln, die Vogelbeeren oder Holundertrauben als Lockspeise erhalten, bei deren Verzehrenwollen sich die armen Tiere an den heimtückischerweise angebrachten Schleifen aus Pferdehaar fangen und dabei erwürgt werden. Für solche Drosselarten, die, wie die Wacholder- und Ringdrossel, sich mehr an der Erde aufhalten, werden zwischen den von ihnen mit Vorliebe besuchten Wacholderbüschen Pferdehaarschleifen als sogenannte Laufdohnen am Boden befestigt.

Auch der Krammetsvogel, so genannt, weil er auf seinem Durchzuge im Herbst gern Krammets- oder Wacholderbeeren nascht, oder die Wacholderdrossel (Turdus pilaris) ist ein vorzugsweise im Norden brütender Vogel, dessen Heimat fast die Grenze des Baumwuchses erreicht. Hier nistet er als ein echter Waldvogel in großen Kolonien gesellig in den lichten, niederen Wäldern des Nordens, um im November zu uns zu kommen, in gelinden Wintern auch wohl ganz bei uns zu bleiben, meistens aber nach Südeuropa und selbst Nordafrika zu ziehen. Er wird wegen seines Fleisches geschätzt; doch kommen als Krammetsvögel auch seine Verwandten auf den Markt, vor allem auch die ebenfalls hochnordische Weindrossel (Turdus iliacus) und die außer im Norden auch auf den Alpen und anderen südlichen Gebirgen lebende Ringdrossel (Turdus torquatus). Schon von Mitte September an führt der Herbstzug diese Drosseln in beerenreiche Wälder Südeuropas, Kleinasiens, Persiens und Nordafrikas, von wo sie Ende März oder im April in ihre kalten Brutgebiete zurückkehren. Mit ihnen wird dann auch die am liebsten in hohen Wäldern lebende, Nadelholz dem Laubholz vorziehende Misteldrossel (Turdus viscivorus) erbeutet, die ein nicht minder wohlschmeckendes Fleisch besitzt. Sie bewohnt Nord- und Mitteleuropa und Nordasien bis zum Himalaja hinauf. Im Norden ist sie Zug-, weiter südlich dagegen Strich- und Standvogel, der im Vorfrühling und Spätherbst familienweise umherstreicht, um Futter zu suchen und sich dabei vielfach in den schnöden Dohnen fängt.

Wie heute noch in den romanischen Ländern Südeuropas, vor allem in Italien, so wurde früher auch bei uns Jagd auf die Gesamtheit der kleinen Vögel gemacht, die auf ihrem Durchzuge, besonders im Herbst, gut gemästet nach Süden ziehen. Man benutzte und benutzt heute noch dazu den Vogelherd, den schon der Sachsenherzog Heinrich der Sage nach bestellt haben soll, als er im Jahre 919 von den Franken und Sachsen in Fritzlar zum deutschen Könige gewählt wurde. Davon erhielt dieser eigentliche Gründer des Deutschen Reiches, der die Einheit des von ihm innerlich gefestigten Reiches herstellte, seinen Beinamen der „Finkler“ oder der „Vogelsteller“. Zur Anlage eines solchen Vogelherdes wählt der Vogelsteller zur Zugzeit im Herbst eine hochgelegene, von den Zugvögeln regelmäßig besuchte Stelle, etwa einen bebuschten Hügel auf der Zugstraße. Hier stellt er ein großes Schlagnetz auf, stellt im Bereiche desselben Futter zum Speisen der hungrigen und Wasser zum Tränken der durstigen Wanderer auf und ladet diese durch besondere Lockvögel ein, bei ihrem Durchzuge sich hier niederzulassen und zu stärken. Dazu tut auch der in einer Rasen- oder Laubhütte versteckte Papageno mit der Lockpfeife sein Möglichstes, bis die armen Wichte, wenn sie sich müde und hungrig oder durstig niederlassen, durch Niederfallen des Netzes infolge eines Ruckes an der Schnur, gefangen werden, wonach ihnen meuchlings der Hals umgedreht wird. Heute schämen wir feinfühlig gewordenen Kulturmenschen uns solcher Roheit und lassen die durch Insektenvertilgung äußerst nützlichen und durch ihren ansprechenden Gesang uns lieben Vögel, die doch keinen nennenswerten Nährwert haben, lieber am Leben und an ihrer nützlichen Arbeit in Wald und Feld. Anders die gefühlsrohen, noch von der römischen Kaiserzeit an Blutvergießen und Tierquälerei nicht nur keinen Anstoß nehmenden, sondern sich vielmehr noch daran erfreuenden Romanen, die diese kleinen Leichname gerupft, an dünnen Weidenruten aufgezogen, auf den Markt bringen und ihren Volksgenossen gegen geringes Entgelt zum Braten und Verspeisen mit einer Reis- oder Maisspeise verkaufen. Wie in den Städten Italiens kann man auch in Marseille solche Vögel für billiges Geld kaufen. Es ist eigentlich eine Schande, daß solche Leckerei in einem sonst so hochstehenden Kulturstaate heute noch geduldet wird.

Unter allen diesen Vögeln sind besonders die Lerchen von den Feinschmeckern geschätzt. Unter ihnen versteht man in erster Linie unsere mitteleuropäische Feldlerche (Alauda arvensis), die auf allen Ebenen mit Getreidebau, auf öden Heiden und auf feuchten Marschländern, nicht aber im Wald, auf kahlen Bergrücken und in Ortschaften angetroffen wird. Auf einem ihm zusagenden Gebiet wählt sich jedes Pärchen einen kleinen Bezirk aus, worin es keinen Nachbarn duldet. In jubilierenden Trillern läßt das Männchen, während das Weibchen brütet, immer höher gen Himmel steigend, seinen Balzgesang erschallen, um sein Brutrevier gegen allfällige Eindringlinge zu behaupten. 2–3mal im Jahre brüten sie und von Ende September an ziehen sie in großen Gesellschaften in die Winterherberge nach Süden, um schon Ende Februar scharenweise in ihre Heimat zurückzukehren. In gelinden Wintern können manche auch in unseren Gegenden zurückbleiben. Doch sind es nicht sie, sondern Haubenlerchen, welche wir dann auf unseren Straßen, selbst in Städten, nach Futter suchend, umhertrippeln sehen. Die Haubenlerche (Galerita cristata) ist ein Gattungsgenosse der Heidelerche, deren flötender, abwechselungsreicher Gesang dem der Feldlerche wenig nachsteht. Sie ist ein echter Steppenbewohner, der in den Ebenen Mittelasiens von China und der Mongolei an bis Südrußland Standvogel ist und erst seit der Mitte des vorigen Jahrhunderts sich bei uns in Mitteleuropa einbürgerte. Bei ihrem Vordringen nach Westen folgte sie hauptsächlich den großen Heerstraßen, auf denen sie ihre Nahrung sucht, besonders auch, indem sie den unverdauten Haferkörnern im Roßmist nachgeht, und in deren Nähe sie auch gern brütet. Man sollte meinen, jeder feinfühlige Mensch ziehe die so nützliche lebende Lerche mit ihrem unsere Ackerfluren belebenden und die Laut gewordene Poesie des Feldes darstellenden herrlichen Gesang der gebratenen vor. Dies ist aber leider durchaus nicht der Fall. Sie wird heute auch bei uns in Menge gegessen, wenn auch ihr Konsum seit 1850 auf etwa den vierten Teil zurückging. Immerhin verbraucht Berlin deren noch 30000, Wien 36000 und Paris gar 1500000 jährlich. In Frankreich kamen um 1750 zuerst in Pithiviers, dem Safranzentrum, die Lerchenpasteten auf, denen sich in unserer Zeit die „Lerchen in Aspik“ als eine Glanznummer des Frühstücksprogramms der Schlemmer neben der Gänseleber mit Trüffeln hinzugesellten. Der deutsche Kaiser Wilhelm II. ist ein besonderer Verehrer dieser feinen Bissen und die dazu nötigen Lerchen fangen und liefern ihm als besonderes Privileg die Halloren in die kaiserliche Küche. Wenn solches noch bei uns an tonangebender Stelle geschieht, so haben wir keine Ursache, den Romanen ihre Grausamkeit und Herzlosigkeit vorzuwerfen, daß sie solch edle Sänger einem so schändlichen Lose opfern! Auch die Tatsache, daß die Lerchen gut schmecken, entschuldigt nicht die Brutalität, die in ihrem Verspeisen liegt. Wir können nur die rohe Gesinnung des Schriftstellers Rosner bedauern, der 1894 schrieb: „Eine ausgebeinte, feiste schmucke Lerche ist allerdings nur ein Bissen, aber ein Bissen von wunderbarer Saftfülle und geradezu köstlichem Wohlgeschmack, der den ganzen Schmeckapparat bis in die feinsten Fibern hinein in namenloses Entzücken versetzt.“

Von den Feinschmeckern Chinas werden gleicherweise die eßbaren Vogelnester als eine der feinsten Delikatessen geschätzt und in großen Mengen nach China eingeführt, wo sie als die Geschlechtstätigkeit anregendes Mittel gelten und schon aus diesem Grunde sehr gesucht sind. Deren Erzeuger sind eine Art Segler Südasiens und Indonesiens, die Salanganen (Collocalia nidifica), die unsere Uferschwalbe etwas an Größe übertreffen und an den Wänden dunkler Höhlen aus dem zähen Schleim ihrer Speicheldrüsen ihre sehr bald erhärtenden, getrocknetem arabischen Gummi gleichenden zierlichen Nester erbauen. Die Höhlen, in denen sie auf Java und sonst nisten, sind Eigentum bestimmter Personen, die sie besonders zur Nistzeit streng bewachen lassen, damit kein Unberufener sich unerlaubterweise solche Nester aneigne. Dreimal im Jahre brüten diese Tiere, wobei sich Männchen und Weibchen alle 6 Stunden ablösen sollen. Dabei wird von ihnen niemals von einem Neste zweimal Gebrauch gemacht, sondern sie bauen für jede Brut ein neues Nest, an dem sie etwa einen Monat lang zu arbeiten haben, während das alte Nest mit der Zeit stinkend wird und abfällt. Der Zahl der Bruten entsprechend wird dreimal im Jahre geerntet, sobald die Jungen halbwegs flügge geworden sind. Dabei geht gleichwohl etwa die Hälfte der Jungen zugrunde. Doch vermindert sich die Zahl der Salanganen nicht wesentlich, da man an den Orten, wo man an die Zukunft dieser Vögel denkt, jährlich wenigstens eine Brut ganz ausfliegen läßt. Eine einzige, vom Meer ausgewaschene große Höhle an der Südküste von Java liefert 500000 Nester; verteilt man nun diese auf drei Ernten, so ergibt es sich, daß über 33000 Salanganen darin ihrem Brutgeschäfte obliegen. Alljährlich werden etwas über 5 Millionen Salanganennester nach China ausgeführt, die einen Gesamtwert von 6 Millionen Mark repräsentieren. Man benützt sie hauptsächlich zu Suppen; sie quellen im heißen Wasser auf und schmecken an sich fade, sollen aber in der sorgfältigen Zubereitung, die ihnen die Chinesen angedeihen lassen, köstlich zu essen sein, wie mir solche berichteten, die mehrfach Gelegenheit fanden, sie bei vornehmen Chinesen zu essen.

Wie einst bei unseren Vorfahren, so steht heute noch bei den Hirtenvölkern der asiatischen Steppen, den Kirgisen, Baschkiren und wie sie sonst heißen mögen, die Jagd mit Falken und Adlern hoch in Ehren. Man beizt mit ihnen Antilopen und Hasen, wie auch Wölfe und Füchse; dabei erscheinen die Jäger noch in Prunkaufzügen auf prächtigen Pferden, die ganz an die Jagdaufzüge der Deutschen im Mittelalter erinnern. Die Abrichtung der Jagdfalken und übrigen zur Jagd gebrauchten Raubvögel war ein eigener Zweig der Jägerei in Europa. Im Abschnitte über die Geschichte der Jagd wurde Näheres darüber berichtet. Von Europäern, die sich noch heute diesem Sport widmen, sind außer Russen und dem Herzog von Bedford in England nur die englischen Offiziere in Indien zu nennen. Diese reiten gern mit einem Jagdfalken auf der mit starkem Lederhandschuh bekleideten Rechten auf die Antilopenjagd.