Ihr, die Ihr nichts wißt, nur daß Euer Leben das Letzte ist, Eure Tage sind hungrig und kalt:

Zu Euch stäuben alle Worte der Welt aus den Spalten der Mauern, zu Euch steigen sie wie Weinrauch aus dem Dunst des Asphalt.

Ihr tragt die Kraft des himmlischen Lichts, das über Dächer in Euer Bleichblut schien.

Ihr seid der schallende Mund, der Sturmlauf, das Haus auf der neuen gewölbten Erde Berlin.

Ihr feinere dämliche Gelehrte, die Ihr nie Euch entscheidet hinter Bibliothekstischen,

Ihr Börsenspieler, die mit schwarzem Hut am Genick schwitzend witzelt in Sprachgemischen.

Ihr Generäle, weißbärtig, schlaflos in Stabsquartieren, Ihr Soldaten in den Leichenrohren der Erde hinter pestigen Aasbarrikaden,

Und Kamerad, Sie, einsam unter tausend Brüdern Kameraden;

Kamerad, und die Brüder, die mit allem zu Ende sind,

Dichter, borgende Beamte, unruhige Weltreisende, reiche Frauen ohne Kind,