Bunte Altäre waren in den Wiesen aufgebaut, die Wege waren mit Gras bestreut, und im Dorfe standen vor jedem Hause lichtgrüne Birken. Aus den Fenstern hingen rote Tücher, und alle Häuser waren mit frommen Bildern geschmückt.
Die Böller krachten und schickten das Echo in die Berge hinein.
In Leermoos und Ehrwald blieben sie die Antwort nicht schuldig und schossen nicht minder eifrig den heiligen Tag an.
Aus der Kirche zogen nun in langer Prozession die Biberwiehrer, Männer, Weiber und Kinder.
In der Mitte ging unter dem roten Himmel der hochwürdige Herr Pfarrer, angetan mit einem goldglitzernden Gewande und in Weihrauchwolken eingehüllt.
Den Himmel trugen die vier ehrbarsten Männer des Dorfes, darunter der Schreinermeister Jakob Holzweber.
Dann kamen die Behörden: der Herr Posthalter, zwei Grenzaufseher und drei Gendarmen. Sie trugen brennende Kerzen in den Händen und zeigten sich gottergeben und mit Frömmigkeit erfüllt.
Denn das war so der Brauch und die Forderung der Zeit. Mit Gottes Hilfe wird es auch wieder so kommen.
Die Prozession zog durch das Dorf, in die Felder hinaus.