Unter der saß Anderl und zog unruhig die Füße an sich. Seit vier Stunden war er auf dem Posten; nichts Verdächtiges hatte sich geregt, und nun kam die Dunkelheit.
Was wollte jetzt noch ein Wilderer tun? Auf fünf Schritte hätte man nicht schießen können. Er visierte gegen das Stück hin; das Korn war nicht mehr zu sehen. Da wurde er ungeduldig, und so leise auch das Geräusch war, im Augenblicke hatte das Tier es vernommen, warf den Grind auf und setzte in den Wald zurück.
»Geh zu'n Teufi!« brummte der Anderl mißmutig.
Himmelseiten, war das langweilig! Gibt's ja gar nicht, daß Lumpen kommen. Und der Sprengelsperger wollte auf das Mondlicht warten, also noch zwei Stunden. Zu was denn da heraußen?
Das könnte man doch leichter auf der Hütte. In einer Viertelstunde wäre man drüben, und wenn ein Schuß fiel, den hörte man dort auch. Und von der Hütte wären es nicht mehr wie tausend Schritte zur Buchwieser Alm. Und wie das Mensch sauber gestellt war! Und das Lachen. Die hielt die Türe nicht zu, wenn er klopfte. Der Anderl zog wieder die Uhr heraus.
Ah was! Vor zwei, drei Stunden rührt sich nichts. Und derweil war er lang zurück; eine Viertelstund hin, eine Viertelstund her. Und dann war es mondlicht und viel besser zum Passen als jetzt.
Er stand auf und rückte den Hut von einem Ohr auf das andere. Dann blickte er gegen die Stelle hin, wo der Sprengelsperger paßte; achthundert Schritt weiter oben.
Der bleibt hocken, und wenn es drei Tage dauert. Eigentlich sollte er auch ... Aber was liegt daran!