Nun will ich allen gläubigen Christen sagen, daß sie nicht Angst haben sollen um das Seelenheil des Josef Gfeiler, weil sein Körper in ungeweihter Erde begraben liegt.

Ein jeder Tiroler weiß, und die anderen Leute sollen es erfahren, daß die Seele des Menschen im Kopfe wohnt.

Darum ging der fromme Jakob Holzweber zur Nachtzeit mit Peter Hosp in den Graben zurück, und darum trennten sie dem toten Kameraden das Haupt vom Leibe und brachten es heim nach Biberwiehr.

Hier legten sie eine schwarzgekleidete Strohpuppe in den Sarg und setzten den Kopf darüber.

Alle teilnehmenden Freunde und Verwandten glaubten, daß sie die sterbliche Hülle des so plötzlich verunglückten Josef Gfeiler vor sich hätten, und verrichteten die gebräuchliche Andacht vor der Leiche.

Am Sonntage nach Fronleichnam war das Begräbnis.

Und als der Pfarrer die Trauerversammlung aufforderte, ein Vaterunser für den Abgestorbenen zu beten, da tat es der Herr Schreinermeister Holzweber mit einer solchen Inbrunst, daß es allen Gläubigen zum erhebenden Beispiele gereichte.

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