Die beleibte Dame lächelte gütig und streifte mich mit einem Blick, in welchem viel Mutterstolz lag.
Ich sah deutlich, daß sie mich auf Umwegen zum Sprechen bringen wollte, und beschloß, ihr für diesen Fall auf den Fuß zu treten; es war ein Glück für sie, daß der Zug hielt und die Coupétür aufgerissen wurde.
Ein Herr wollte einsteigen, aber die beleibte Dame erklärte energisch, daß kein Platz frei sei.
Es entspann sich ein lebhafter Wortwechsel, in welchen auch der Mann mit den Koteletten eingriff. Er schöpfte Mut aus der Gewißheit, auf der gleichen Seite zu stehen wie seine Frau, und seine Haltung gewann an Festigkeit mit jedem Satze, welcher von ihr beifällig aufgenommen wurde.
Anfänglich sekundierte er, dann übernahm er die Führung, und zuletzt gehabte er sich so schrecklich zornig, daß ihm die Gemahlin ängstlich abwehrte.
»Aber Männchen, beruhige Dich doch! Du bist ja entsetzlich in Deiner Wut ...«
»Nein, Mausi, laß mich! Ich dulde nicht, daß man Euch zu nahe tritt.«
Und er brüllte wieder zur Coupétüre hinaus:
»Was glauben Sie eigentlich? Was fällt Ihnen ein? Sehen Sie nicht, daß hier Damen sitzen? Diese Damen stehen unter meinem Schutze, haben Sie mich verstanden? Unter meinem Schutze! Ich dulde absolut nicht ...«