Der Rechtsanwalt Isak Tulpenstock war nach einigen Vermahnungen an das Kanzleipersonal soeben im Begriffe, sich in das Landgerichtsgebäude zu begeben, als ihm der Besuch des Oekonomen Mathias Salvermoser gemeldet wurde.
»Was für ein Volk, diese Bauernlümmel! Immer in der letzten Minut! Immer zu spät! Gerad' als ob ... lassen S' ihn rein!«
Salvermoser hatte auf die Erlaubnis nicht gewartet, sondern war schon hinter dem Schreiber eingetreten.
»Nu, was wollen Sie?« fragte Tulpenstock immer noch ärgerlich.
»A Frag hätt i, Herr Dokta.«
»Wenn's ein gescheite Frag is, kommen Sie später. Ich muß zum Gericht.«
Salvermoser verlor seine Ruhe nicht.
»Nacha geh' i halt mit,« sagte er, »i ko Eahna ja auf'm Weg aa frag'n.«