Sie ist auf einmal wieder lustig gewesen, und wie der Braten da war, hat sie mit der Gabel nach der Kommode gezeigt, wo das Bild vom Steinberger war, und sie hat gefragt: „Was ist das für ein häßlicher Mensch?“
„Wo?“ hat meine Mutter gefragt. „Der dort auf der Kommode,“ hat sie gesagt.
Meine Mutter ist ganz rot geworden, und Aennchen ist aufgesprungen und ist hinausgelaufen, und man hat durch die Türe gehört, daß sie heult.
Meine Mutter hat ihre Haube gerichtet und hat gesagt, daß der Steinberger oft zu uns kommt und daß er gar nicht häßlich ist.
„Er hat aber eine Glatze,“ hat meine Tante gesagt. „Und er schielt mit dem linken Auge.“
„Er schielt nicht,“ hat meine Mutter gesagt, „es ist bloß eine schlechte Photographie, und es ist überhaupt ein Glück, wenn man ihn kennt, weil er so tüchtig ist.“
Die Tante hat gesagt, sie will nicht, daß es in der Familie einen Streit gibt wegen einem fremden Menschen, aber sie hat nicht gedacht, daß er tüchtig ist, weil er so aussieht, als ob er das Bier gern mag.
Da ist meine Mutter auch hinausgegangen, und bei der Tür ist sie stehen geblieben und hat gesagt, daß sie sich fest vorgenommen hat, bei diesem Aufenthalte sich nicht mit der Tante zu zerkriegen, aber es ist furchtbar schwer.
Auf dem Gange hat sie mit Aennchen gesprochen; das hat man herein gehört, und Aennchen hat immer lauter geweint.