„Um Gottes willen, wo ist die Feuerwehr?“ hat meine Mutter geschrien.
Wir sind auf den Gang gelaufen, da hat man gesehen, daß der Rauch aus der Tante ihrem Zimmer kommt, und die Tante ist hinein, und da hat sie geschrien, als ob sie auf dem Spieß steckt.
„Um Gottes willen, was ist jetzt?“ hat meine Mutter gesagt, und es ist ihr schwach geworden, daß sie nicht weiter gegangen ist. Ich habe gesagt, ich will ihr helfen, und bin bei ihr geblieben.
Aennchen ist schon wieder aus dem Zimmer gekommen und hat gerufen: „Sei ruhig, Mamachen! Es ist bloß der Papagei!“
Da ist die Tante herausgefahren aus ihrem Zimmer und hat geschrien:
„Was sagst Du, es ist bloß der Papagei? Du rohes Ding! Du abscheuliches Ding!“
„Ich habe Mama beruhigt, daß es nicht brennt,“ sagte Aennchen.
„Und das Tierchen sitzt ganz voll Pulver in seinem Käfig, und sie sagt, es ist bloß der Papagei! Du rohes Ding!“ schrie die Tante.
„So sei doch ruhig, Frieda!“ hat meine Mutter gesagt. „Vielleicht ist es nicht so arg.“
„Ihr helft alle zusammen!“ schrie die Tante, und dann ist sie gegen mich gelaufen und hat noch lauter geschrien: „Du bist der Mörder! Du bist der ruchlose Mörder!“