Wenn er des Weges kam, blieben die ehrenwerten Leute stehen und sahen ihm kopfschüttelnd nach, und viele Blicke trafen ihn, aus denen Abweisung sprach und jene Scheu, welche das ehrliche Besitztum vor der Zweifelhaftigkeit hegt.

Kaspar kümmerte sich nicht darum und gedieh ruhig weiter, und aus Mangel an Beweisen mußte die Stadt Dürnbuch glauben, daß es um den Handel mit Stallhasen etwas recht Opulentes sei.

Dann kam aber ein aufregender Vorfall.

Als der Bäckermeister Vierthaler eines Morgens seinen Laden öffnete, merkte er mit Schrecken, daß die Kasse ausgeplündert war.

Es gab zwei Möglichkeiten. Entweder hatte Asam der Vater gestohlen, oder Asam der Sohn. Der Polizeirottmeister Muggenschnabel konnte noch ein drittes Verdachtsmoment beibringen, indem er beide gemeinsam für schuldig hielt.

Die Haussuchung ergab nichts. Aber das hatte man in Dürnbuch nicht anders erwartet; denn wer vor aller Augen in der rätselhaftesten Weise einen Bauch kriegen konnte, ließ sich nicht so leicht überführen.

Die stille Abneigung gegen die Asamischen wurde jetzt zum unverhohlenen Zorn, und Kaspar, der sich gerade in dieser Zeit zu einem Verehrer der Damen ausbilden wollte, wurde auf einem dieses bezweckenden Spaziergang überfallen und windelweich geschlagen.

Das traf ihn härter als alles Vorhergegangene, und im Kummer über die öffentliche Unsicherheit verließ er Dürnbuch bei Nacht.

Niemand beklagte sich darüber, daß er ohne Abschied von dannen gegangen war, und niemand erkundigte sich in der Folgezeit nach seinem Befinden.

Die Nachbarn, denen der Vater Bartholomäus erzählte, daß er, vertrieben durch Ungerechtigkeit, sich auf das wilde Meer begeben habe, wünschten, daß ihn alsbald ein Walfisch verschlucken, aber nur ja nicht wieder ausspeien möge, wie zu derselbigen Zeit den Jonas.