Eigentlich müßte man das Datum weiter zurücklegen, denn schon am 21. Februar, 2. März und wieder am 11. März erschienen im Dornsteiner Volksboten „Stimmen aus dem Publikum“, welche auf die Vorkommnisse Bezug nahmen.
„Gibt es keine Polizei, welche in der Luitpoldstraße gewisse Schweinereien gewisser Herren betrachtet, und dürfen selbe tun, was sie wollen?!? (Volksbote vom 21. 2. 1913, Seite 3.)
„Es scheint, daß die Nemesis sich vor gewissen Leuten verkriecht, welche die Luitpoldstraße zum Schauplatze ihrer Gemeinheit machen, und daß sie in diesem Falle nicht so pünktlich bei der Hand ist, wie vielleicht gegen die minder bemittelte Klasse!!!“ (Volksbote vom 2. 3. 1913, Seite 3.)
„Auch unsere gute Stadt Dornstein soll, wie es scheint, ihren Panamaskandal!! haben, ohne den es überhaupt in Deutschland nicht mehr abzugehen scheint!! Trägt der Kadi eine stärkere Binde vor den Augen, wenn es sogenannte Gebildete betrifft?!? Wir fragen zum letzen Male!!“ (Volksbote vom 11. 3. 1913, Seite 2.)
Die letzte Anfrage des Blattes war denn doch in einem Tone gestellt, der hätte gehört werden müssen, wenn die maßgebenden Behörden dazu eine Lust verspürt hätten, ich möchte sagen, wenn sie eine durchaus strenge Auffassung von ihrer Pflicht besessen hätten.
Sie hatten diese Auffassung nicht. Und nun traten in diesem Drama die Personen aus den Kulissen heraus vor die Rampe der Öffentlichkeit.
— Ich glaube, man kann dieses Bild füglich gebrauchen? —
Am 17. März gelangte folgendes hier wörtlich wiedergegebenes Schreiben der Realitätenbesitzerswitwe Ursula Hirgstettner in den Einlauf des Stadtmagistrats Dornstein:
An den Maschißtrath, hochwolgebohren dahir und zu Händen des Herrn Bürchermeisters.
Eigene Angelegenheit des Emfängers!