„Natürli sag’ i Eahna d’ Wahrheit, Herr Trinkl. Überhaupts.“

„Indem daß mir a Deputation auf Minka hamm schick’n woll’n!“

„I tat do Eahna nix verheimlinga, Herr Trinkl!“

„Aba was hat na da Mühlritter von Eahna woll’n?“

„Nix. Oder daß i’s richtig sag’, er hat mi in sei Lebensvasicherung aufgnumma ...“

„In ...?“

„In sei Boliefia ...“

„Ja ... Herrgott ... und mir strapaziern ins da oba ...“

Gewiß war es merkwürdig. Noch viel merkwürdiger, als ein Bürger wissen konnte, der den Schwur des Junker Hans nicht mit angehört hatte. Aber trotzdem — es war so.

Sei es nun, daß Mühlritter unter der Einwirkung der starken Weine den Zweck seines Besuches vergessen, sei es, daß er sich bei allmählicher Ernüchterung auf seine eigentlichen Berufspflichten besonnen hatte, Tatsache ist, daß er Herrn Georg Pfaffinger in gewählten Worten die Vorzüge der Assekuranzgesellschaft Bolivia vor jeder anderen gleichen oder ähnlichen Unternehmung vor Augen stellte und ihn, Herrn Pfaffinger nämlich, auch bewog und überredete, seine Unterschrift zu geben, Tatsache ist ferner, daß von einer Forderung oder irgend etwas dem ähnlichen nicht die leiseste Erwähnung geschah. Mit diesen Tatsachen hatte sich, da in Dornstein nichts verborgen bleiben konnte, die gesamte Einwohnerschaft abzufinden, und sie erregten, was hier konstatiert werden soll, allgemeine Zufriedenheit.