Die drei hier von ihm vorgefundenen Briefchen, so kurz und unbedeutend sie sein mögen, wurden abgedruckt, wie Alles abgedruckt werden soll, was Zeugniß giebt von Ludwig Tieck’s Bedeutung im Auslande. Wen die Guten und Edlen fremder Nationen huldigend anerkennen, den dürfen wir mit zweifacher Berechtigung zu den Besten der unsrigen zählen.
I.
Upsala, den 25. Jun. 1835.
Verehrter Meister!
Der Ueberbringer dieser Zeilen ist ein junger mir sehr theurer Freund, Docens in der Ethik und Amanuens bei der hiesigen Bibliothek, Magister Böttiger; unter den jüngeren Dichtern meines Vaterlandes einer der vorzüglichsten. Wenn mein Nahme nicht Ihrem Gedächtniß entschwunden ist, wage ich den reisenden Freund, der nach Italien geht, hiemit Ihrem Wohlwollen zu empfehlen. Und da er, was mich und meine Unternehmungen betrifft, den Dienst eines lebendigen Briefes leisten kann: so hab’ ich für jetzt nichts mehr hinzuzusetzen, als mich mit der innigsten Bewunderung und Liebe zu unterzeichnen
Ihr treu ergebenster
P. D. A. Atterbom.
II.
Upsala, d. 20. Mai 1838.