Ich habe Ihnen von meiner Sommerreise her noch angelegentliche Grüße zu bestellen von Loebell, von dem vortrefflichen, Sophien u. mir sehr lieb gewordnen Immermann, u. von Herrn v. Uechtritz. Eben so trägt mir meine Frau das allerherzlichste für Sie auf, u. wird sich sehr oft mit mir nach Ihnen sehnen: wir beyde bitten uns der Gräfin, so wie Herrn v. Raumer, bestens zu empfehlen, u. Agnes zu grüßen. — Auf eine Antwort von Ihnen dürfen weder Minckwitz noch ich hoffen: sollten Sie aber Notiz von seinem Anerbieten nehmen, so schriebe vielleicht Agnes ein paar Zeilen? —

Mit treuster Freundschaft und Verehrung

der Ihrige

W. Baudissin.


Baudissin, Karl, Graf.

Der Schreiber nachstehenden Schreibens ist des edlen Grafen Wolf naher Verwandter, dessen Töchter bei ihrem Oheim längere Zeit in Dresden verweilten. Die älteste, von der ebenfalls im Briefe Erwähnung geschieht, lebt gegenwärtig als Gemahlin des K. H. Gesandten in Wien, und wird als kunstsinnige, hochgebildete Dame allgemein verehrt.

Graf Karl, ihr Vater, ist Verfasser des Buches „der Geist in der Natur.“

Sein Sohn Adalbert, eben so bekannt durch die wechselvollen Schicksale reich-bewegten Lebens, als beliebt im Fache humoristisch-romantischer Erzählungen, entwickelt ein fruchtbares auf vielfache Erfahrungen gestütztes, und durch diese gefördertes Talent.