Ihrem

Carus.

III.

Dresden d. 26⁄7 43.

Mein theurer verehrter Freund!

Erlauben Sie daß ich Ihnen beiliegend mein Büchlein von Göthe sende und um freundliche Aufnahme desselben bitte. — Sehr würde es mich freuen wenn Sie mir über dasselbe schreiben und mir die Gedanken mittheilen wollten die Ihnen bei dessen Lectüre gekommen sind.

Wir haben jeden der von Berlin kommenden Freunde immer sorgfältig über Ihr Befinden ausgefragt, und uns gefreut fast durchgängig nur gute Nachrichten aus Ihrem Hause zu vernehmen. Möge das immer so fort gehen und bald alle Spur des erlittnen Unfalles vollkommen verwischt seyn! —

Was uns betrifft so genießen wir jetzt der Pillnitzer Landluft und befinden uns munter und gesund. Frau v. Lüttichau war in der letzten Zeit auch recht wohl wird aber nun wieder Ulbersdorf beziehen wohin sie die besten Wünsche begleiten.

Die Arbeit die ich mir gegenwärtig zur Aufgabe gemacht habe ist eine Psychologie welche die Art der Bearbeitung von welcher ich Ihnen v. Raumer und v. Langen einst ein für mein System der Physiologie bestimmtes Stück vorlas, in größerer Vollständigkeit behandeln soll. — Wünschen Sie mir Glück zu diesem schwierigen Unternehmen! —