Und nun muß ich Ihnen noch meinen unsäglich innigen Dank sagen für die große Liebe, die Sie mir und meiner ganzen Familie in Heilbronn erwiesen und die ich nicht verdiente. Wir leben alle in freudiger Erinnerung Ihrer, der gütigen Frau Gräfin und der herrlichen Tochter. Für letztere lege ich, nebst den herzlichsten Grüßen von uns Allen, hier ein paar schwache Gedenkblättchen bey.
Ich wünsche nur, daß Ihnen und der verehrten Frau Gräfin die Bäder recht gut bekommen und die Wetterveränderung, die sich inzwischen so schlimm einstellte, keinen Schaden bringen möge!
Verlassen Sie mich nicht ganz — Gedenken Sie meiner auch zuweilen noch in Ihrem reichen Geist und Herzen!
Der Himmel schenke Ihnen Gesundheit und inneren Frieden!
Ewig mit der innigsten Verehrung und Liebe
Ihr ganz ergebener
J. Kerner.
Killinger, K. A. Freiherr von.
Geboren 1802 zu Heilbronn, Sohn eines früher beim Regiment Hohenlohe in Breslau gestandenen, nachmals (1809) als badischer Major auf dem Schlachtfelde gebliebenen Vaters, studirte Jurisprudenz, machte das Staatsexamen, — trat jedoch nicht in die Praxis, sondern widmete sich, in Karlsruhe lebend, den Wissenschaften ganz und gar; wobei er hauptsächlich neben dem Studium verschiedener Litteraturen, die englische sich auf’s Innigste vertraut machte. Unter dem Autornamen K. v. Kreling hat er sich und seinen Arbeiten im Inlande wie im Auslande hohe Achtung erworben. („Among the most intelligent of the Germans who had favoured us with their acquaintance at Carlsruhe, was Herr von K....... His mastery of our language was perfect; his knowledge of its modern literature greatly beyond that of most of my countrymen“ etc. New Monthly-Magazine, April 1855.)