„Nein, wo sollte ich wohl, wenn er, wie Sie sagen, nicht zurück ist,“ meinte Wanja errötend.

„Siehst du, du sagst, es sei nicht heiss und schau nur mal, wie rot du geworden bist,“ und die untersetzte Gestalt Konstantin Wassiljewitschs verschwand in der Haustür.

„Weshalb habe ich meine Begegnung mit Stroop verheimlicht?“ dachte Wanja und freute sich, dass er ein Geheimnis habe.

*

Im Lehrerzimmer war es vollgeraucht und die Gläser mit dem schwachen Tee schimmerten im Halbdunkel des Erdgeschosses bernsteingelb. Die Eintretenden bekamen den Eindruck, als bewegten sich die Gestalten in einem Aquarium. Dieser Eindruck wurde noch durch den Regen erhöht, der hinter den Milchglasscheiben herabfloss. Das Gewirr der Stimmen, das Klappern der Teelöffel mischte sich mit dem dumpfen Lärm der grossen Zwischenstunde, der aus der Aula und bisweilen ganz nahe aus den Korridoren herüberdrang.

„Die Sekundaner machen Orlow schon wieder die Hölle heiss; er versteht sich aber auch wirklich keine Stellung zu schaffen.“

„Nun gut, nehmen wir an, Sie stellen ihm eine ungenügende Jahresnote, er bleibt sitzen, — glauben Sie denn, ihn dadurch zu bessern?“

„Ich verfolge keineswegs korrektionelle Zwecke, ich bemühe mich bloss den Stand der Kenntnisse gerecht abzuschätzen.“

„Unsere Gymnasiasten würden sich entsetzen, wenn sie die Programme der französischen Collèges zu sehen bekämen, von den Seminaren schon gar nicht zu reden.“

„Iwan Petrowitsch dürfte damit kaum zufrieden sein.“