„Hier ist es!“ Von Deutz klinkte eine niedrige Pforte auf und verschwand im Augenblick.
Sofort schlug in der Nähe ein alter, heiserer Köter an; dann schrie jemand von einer kleinen Holztreppe herunter: „Sultan, — — Still.“
Ein ungeheurer, verwahrloster Hof lag vor ihnen. An seinem einen Ende stand wie mit Kohle hingezeichnet, die stumpfe Masse einer Dampfmühle, auf der sich ein dünner, schwarzer Schornstein traurig zu den fernen Wolken hinaufreckte. Um sie herum lagen schwarze Schuppen. Nirgends war ein Baum zu sehen, nur unter den Fenstern des Seitenflügels stand in einem kleinen Vorgärtchen einsam ein Bäumchen. Dort war ein Fenster geöffnet und eine Garbe grellen Lichts durchdrang die trübe Finsternis und die durchsichtig grünen Blätter.
„Na, das ist ein trostloser Flecken,“ meinte Ssanin.
„Die Mühle arbeitet wohl schon lange nicht mehr,“ erkundigte sich Jurii.
„Oh ja, die steht schon eine ganze Weile,“ antwortete von Deutz. Im Vorbeigehen schaute er in das erleuchtete Fenster und wandte sich dann mit ungewöhnlich zufriedener Stimme zu ihnen:
„Oho, es ist ja schon eine ganze Menge Volk drin.“
Jurii und Ssanin blickten ebenfalls durch das Vorgärtchen hinüber. In dem hellen, fröhlichen Viereck sah man schwarze Köpfe sich bewegen; blauer Tabakdunst schwamm darüber.
Jemand lehnte sich in die Dunkelheit hinaus; die dunkle verschobene Gestalt, der krause Kopf, von einer Gloriole langer Haare umgeben, verdeckte die ganze Oeffnung.
„Wer da? ...“ wurde laut gefragt.