Und ohne an etwas anderes zu denken, als daß sein Körper Licht, Wärme, das Grüne und seine eigenen leichten Bewegungen genießen konnte, kletterte er auf einen Baum, wählte sich einen grünen, weichen Zweig und begann an ihm herumzuschnitzen. Das saftige Holz gab dem Messer leicht nach und weiße duftende Späne schütteten sich auf das grüne Gras. Iwanow schob sich auf dem Rücken zurecht, hob den Kopf und blickte zu ihm herauf; in dieser Lage ging der Atem so leicht und bequem, daß er die ganze Zeit über vergnügt vor sich hin schmunzelte. Als der Zweig auf das Gras hinunterfiel, sprang Ssanin mit einem kurzen Satze ab und höhlte dann aus dem Holz ein Gläschen aus, wobei er sich Mühe gab, nicht die Rinde zu verletzen. So wurde es auch eben und hübsch.

„Bruder, ich will nachher baden,“ sagte Iwanow, während er Ssanins Arbeit aufmerksam verfolgte.

„Das ist eine gute Idee,“ Ssanin warf das fertige Gläschen in die Luft und fing es wieder auf.

Sie setzten sich aufs Gras, begannen mit Appetit Wodka zu trinken und grüne, saftige Gurken zu essen.

„Ich halte es nicht länger aus,“ sagte Iwanow. „Meine Seele schreit danach.“ Er konnte nicht schwimmen und ging daher an der flachsten, durchsichtigsten Stelle, wo der ebene sandige Boden noch gut sichtbar war, ins Wasser. Ohne Eile kleidete sich Ssanin aus, sah zu Iwanow hinüber, sprang im Laufschritt ins Wasser, warf sich mit einem Aufschrei in die Wellen und schwamm quer über den Fluß.

„Du ersäufst,“ schrie Iwanow. „Sicher, — du ersäufst!“

„I wo,“ gab Ssanin fauchend und lachend zurück. „Unterzugehen, Bruder, das verstehe ich nicht!“

Ihre lustigen Stimmen schwebten weit und freudig über den hellen Fluß und die grüne Wiese fort. Später gingen sie heraus und wälzten sich nackt im weichen, feuchten Grase.

„Herrlich,“ sagte Iwanow, indem er seinen breiten Rücken mit den darauf glänzenden Wassertropfen der Sonne zuwendete.

„Schlagen wir hier unsere Zelte auf,“ rief Iwanow.