„Das wird uns bis auf die Haut begießen,“ meinte Iwanow. „Stecken wir uns aus Kummer eine Zigarette an.“
Ein schwaches Feuerchen blitzte auf. In dem schwachen gelben Licht unter der drückenden Finsternis, die von oben immer tiefer herunterwuchtete, lag etwas Seltsames.
Ein scharfer Windstoß stieß heran, drehte sich lärmend und riß das Feuerchen fort. Am Boot zerschellte ein schwerer Tropfen, ein anderer sprang Ssanin auf die Stirn. Und mit einem Mal trommelte es über den Blättern und klatschte auf das Wasser. Alles wurde im Augenblick schwarz; der Regen goß wie mit Eimern und übertönte mit seinem wunderbaren, breiten Schall alle Laute ringsherum.
„Auch das ist schön,“ sagte Ssanin, während er die Schultern hin und her rieb, an denen das nasse Hemd ankleben wollte.
„Schlecht gerade nicht,“ erwiderte Iwanow. Dabei saß er aber wie ein begossener Pudel da.
Die Wolke wurde nicht leichter, doch der Regen schwächte sich ebenso schnell wieder ab, wie er gekommen war, bespritzte nur noch unregelmäßig das nasse Laub, die Menschen und das Wasser, auf dessen Oberfläche er wie mit stählernen Nägeln wieder in die Höhe sprang. In der Luft lag es düster und irgendwo hinter dem Wald zuckte ein Blitz.
„Nun, nach Hause ... Wie? ...“
„Ganz egal ... Meinetwegen auch nach Hause!“
Sie fuhren auf die breite Fläche des Flusses hinaus, über dem eine plumpe Wolke in düsterem niedrigem Klumpen herabhing. Die Blitze zuckten immer häufiger und grelle Feuer zerschnitten den schwarzen Himmel. Es hatte völlig zu regnen aufgehört. In der Luft wurde es trocken; es begann erregend nach dem Gewitter zu riechen. Schwarze zottige Vögel flogen dicht an der Oberfläche des Wassers entlang. Die Bäume standen dunkel und unbeweglich und hoben sich deutlich gegen den bleiernen Himmel ab.
„Uff, uff,“ schrie Iwanow.