Ssanin setzte sich neben drei Bauern.
Als er eintrat, unterhielten sie sich, und einer von ihnen, in der Dunkelheit kaum sichtbar, fragte gerade:
„Also meinst du, mit dem Land kommt nichts heraus?“
„Kann auch nichts herauskommen,“ antwortete mit hoher gebrochener Stimme ein alter zottiger Bauer, der neben Ssanin saß. „Die Gutsbesitzer haben ihr Eigenes im Auge, unsertwegen wollen sie nicht zum Teufel gehen. Da kann man erzählen, soviel man will; wenn es einem an den Leib geht, so wird am Ende der das Blut austrinken, der stärker ist!“
„Aber warum braucht ihr so lange zu warten?“ fragte Ssanin, der sofort verstanden hatte, um was sich das gierige, ekelhaft eintönige Gespräch drehte.
Der Alte wandte sich zu ihm und schlug die Arme auseinander.
„Was sollen wir tun? ...“
Ssanin stand auf und ging auf einen andern Platz. Er kannte diese Menschen zur Genüge, die wie Tiere lebten und dabei weder selbst zugrunde gehen, noch andere vernichten konnten. Sie lebten immer das viehische Leben fort in trüber Hoffnung auf ein Wunder, das niemals kommen wird und in dessen Erwartung Millionen ihresgleichen bereits gestorben sind.
Die Nacht verging. Alle schliefen und nur ein Kleinbürger im langen Rock zankte sich erbittert mit seiner Frau, die ängstlich schwieg und allein ihre erschrockenen Augen krampfhaft bewegte.
„Warte nur, du Aas, ich werde dir das noch beibringen!“ zischte der Mann wie eine mit dem Fuß getretene Schlange.