— Es war mir wissenschaftlich interessant, sonst nichts.

— Sonst nichts? fragte Ao, seine Kaubewegungen unterbrechend.

— Nein, hoher Oberpriester.

— Und alles Drum und Dran des Vorgangs? warf wieder Kaspe im Kreuzverhöre ein.

— Wenn die Sache geschehen ist, werde ich das Material für meine Forschungen zu sammeln suchen. Meine Schüler werden mir an die Hand gehen. Minus ist mir stets ein interessanter Fall gewesen.

Bim schlug befriedigt die Beine übereinander, kreuzte die Arme und legte sich in die Polster zurück. Es war doch eine Lust zu leben, so lange das Dasein an merkwürdigen Versuchen so reich war. Daß Minus nun selbst noch ihm in die Schlinge gegangen war, erfüllte ihn mit innigem Behagen. Was kümmerten ihn die Sorgen der Andern? Sie werden auch noch an die Reihe kommen, diese widerborstigen Herrschaften. Er nahm sich fest vor, sie Alle zu überleben. Ihm mußte der Sieg bleiben. Der Sieg über ihre wissenschaftliche Stumpfheit wie über ihr hochfahrendes Wesen. Der Stärkere war er, so wenig sie’s auch merken mochten. Das hatte ihm wieder diese Unterredung bestätigt. Hat nicht auch Minus die Waffen vor ihm gestreckt, der unheimliche Oberlehrer, dieser Abgrund verschlagener Weisheit?

Und er stierte lächelnd vor sich hin, keine Notiz mehr von den Andern nehmend und ihren rathlosen Mienen, ganz in seinen Selbstgenuß versunken.

— Das Fest! das Fest! murmelte apathisch Ao.

— Beruhige Dich, Oberpriester, das Teutavolk

führen wir auch über die festlose Zeit hinweg, prahlte der Oberrichter mit piepsender Stimme und mit einem schiefen Blick nach Titschi.