Und Grege schlug das Buch zu und lachte zornig auf, wenn er an die anmaßliche Frechheit und lebensmörderische Aufschneiderei seiner Teuta-Autoritäten gedachte. Na, auch diese Ilios wird stürzen.
— Du lachst aber komisch, Grege, rief Maikka,
die in der Nähe saß und emsig ihren nächsten Vortrag vorbereitete.
— Ein Wunder. Wenn Du meinen verwüsteten, verödeten Kopf hättest, Du würdest noch Anderes thun.
— Gewiß würde ich das. Ich würde ihn wieder herzurichten und urbar zu machen suchen. Ich würde die Wüstenei langsam, langsam, aber beharrlich in Fruchtland verwandeln. Zeit lassen! Du bist noch so jung, Grege! Du wirst Deine Welt noch erobern, glaube mir!
Ja, er glaubte ihr. So lange er sie vor sich hatte wenigstens, so leib- und geistesmächtig, so willensstark, so unerschütterlich selbstständig. In ihrer unmittelbaren Atmosphäre da lebte und brodelte Alles, und war doch voll reifer Klarheit und lachendem Sonnenschein. Aller Verstandesbesitz war ihr zugleich Gefühlsbesitz. Da lag nichts fremd auseinander. Da quoll Alles brunnentief und vollkommen frisch und unmittelbar, gesund und natürlich aus einem innerlichen Zentrum, aus einem überreichen Kernpunkt.
Und wer von ihrer magnetischen Anziehungskraft berührt wird, der kommt nimmer los.
— Nimmer los? rief’s wie ein fernes, müdes Echo in seiner Brust.
Und wer von dem geheimnißvollen Duft ihres Blutes genossen hat, dem wallt das eigene Blut in seltsamer Leidenschaft und wilder Begeisterung, und es ist, als wüchsen ihm Zauberflügel an den Schultern, und kann doch sich nicht aufschwingen und in seiner
eigenen Höhe schweben und fliehen wohin er mag. Sie befreit und lähmt zugleich.