— Unfehlbar. Meine Frauen haben Grege schon in Arbeit. Er reist sichtlich seiner Brauchbarkeit entgegen.
— Herrlich! Nie fühlte ich mich einem Manne mehr verpflichtet.
Soundso schloß die Augen, beschämt von so viel
Anerkennung. Im Innern sah er sich in einem unaufhaltsamen Siegeszug, umjubelt von ganz Teuta, durch den einmüthigen Willen des dankbaren Volkes mit dem Purpur des ersten Vertreters des Staates geschmückt. O dieser impotente hohe Rath, er wird zermalmt werden von den Rossen seines Triumphes, zu Brei zerquetscht von den Rädern seines Siegeswagens. Ja . . . ja, gleich jetzt den Augenblick genützt und den Hoheiten eine neue Stichkarte in’s Gesicht geworfen. Das Unternehmen kann nicht mißlingen, und selbst wenn’s mißlänge . . . Es soweit gefördert zu haben, war eine unvergleichliche That. Los!
— Noch eine Kleinigkeit, die ich im Interesse unseres staatlichen Ansehens in die Hand zu nehmen mir erlaubte, wünsche ich vor den Hoheiten nicht länger geheim zu halten. Ich bin der Tänzerin Jala auf der Spur. Ja, ich darf sagen, ich habe die Person bereits, wenn auch erst sozusagen am Ende eines langen Fangseiles. Bis zum Zarathustrafest hoffe ich sie dem Festordner abliefern zu können.
Kaspe kniff die Lippen zusammen: Er und seine Späher übertrumpft! Wie war das möglich? Was vermag denn dieser junge Mensch noch Alles? Mit welchen Mächten steht er im geheimen Bunde? Seine Verdienste fangen an verdächtig zu werden.
Die reine Teufelei!
Aber der Oberrichter stimmte mit den Anderen laut in die Bewunderung ein und wünschte dem Handstreich des jungen Diplomaten glänzendes Gelingen.
Ao dachte für sich: Gut, daß Minus hinüber ist.
Mit Jalas Rückkehr hätte der sündhafte Tanz auf’s Neue begonnen.