Der Oberrichter fuhr fort: — Wenn Du seine Stimme vernimmst und seine Hand die Deinige berührt, vor allem Volk? Wenn der Uebermensch in des Wiedersehens Seligkeit Dich an seine Brust zieht?

Soundsos Finger erzitterte über der Klaviatur in seines Grege-Automaten Brust. Ein Wort von Grege jetzt — und Alles war gewonnen . . . oder verloren. Soundso zog schnell die Hand zurück und fühlte nach der Brust des Automaten Minus, indem er den Finger durch eine handgroße Oeffnung im Rücken auf die Sprechmaschine des Oberlehrers legte. Mit der andern Hand winkte er dem Oberrichter ab, um selbst das Wort zu nehmen:

— Hoheiten, ersucht unseren Freund Minus, daß er zunächst selbst für Grege, seinen einstigen Schüler, eine Bitte an Jala richte!

— Hoheit Minus, sprich in Greges Namen!

Der Automat sprach sofort mit täuschender Eindringlichkeit: — Was Du thust, bedenke des Volkes Wohl, das Dein eigenes ist.

Jala wendete den Kopf ein wenig nach der Seite, woher die Stimme kam, prüfend. Sie hob langsam die Hand und legte sie an die Stirn.

— Hast Du gehört, Jala? fragte Kaspe.

Nach einem Augenblicke des Sinnens antwortete Jala: — Ich habe eine Stimme gehört, aber ich fühle sie nicht.

Soundso erbleichte, aber er rief sofort, mit gewohnter Schlagfertigkeit:

— Ihr habt’s vernommen, Hoheiten, Jala hat kein Gefühl für des Volkes Wohl, also auch kein Gefühl für ihr eigenes. So wird dem hohen Rathe nichts übrig bleiben, als zu beschließen, daß Grege dem Feste ferngehalten werde, und als Flüchtling seine Strafe erleide. Grege werde der Abtheilung der Verbrecher gegen die Staatsgesetze eingereiht, daß er auf der Schwelle des Zuchthauses dem festlichen Volke schimpfliche Abbitte leiste. Dies mein Antrag!