— Wie das ganz Teuta’s. Das Volk ist glücklich. Es sieht unserem schönsten Feste mit gehobenem Gemüthe entgegen.
— Und doch scheint mir diesmal nicht Alles in glatter Ordnung, und die Vorbereitungen zum Zarathustra-Feste erfüllen mich mit einiger Sorge. Drum ließ ich Euch hierher bitten.
Wieder verneigten sich die Aeltesten. Ihr Sprecher
tauschte mit ihnen einen orientirenden Blick, dann nahm er, als Ao nachsinnend schwieg, das Wort:
— Von unserer Seite wurde nichts versäumt, dem Feste den gewohnten Glanz zu bewahren. Wir haben vorhin sogar eine kleine Neuerung erwogen, die eine pikante Abwechslung in die Sache zu bringen nicht ungeeignet sein dürfte.
— Beim großen Mysterium, liebe Freunde, sprecht mir nicht von Neuerungen, noch von Pikanterien. Nur das bewährte Alte hält uns auf der Höhe. Im Neuen liegt meist eine Gefährdung der Sicherheit. Nur nichts, was unsere gewohnte Ruhe erschüttern könnte, ich beschwöre Euch. Stört die anmuthigen Kreise des Ueberlieferten nicht in unserem Staate.
Der Sprecher lächelte und blickte auf die Spitze seines vorgestreckten, leise wippenden Fußes.
Ao folgte seinem Blick und sein Auge haftete mit Ueberraschung an dem leise wippenden Fuße. Nun sahen auch die Uebrigen forschend auf den nämlichen Punkt.
— Ei, ei, ich gewahre eine Spitze, wo männiglich seither eine Rundung zu sehen die liebe Gewohnheit hatte. Seit wann trägt man denn die Fußbekleidung gespitzt?
Alle neigten die Köpfe und blickten schärfer hin. Richtig, der Sprecher trug Filzschuhe wie alle Welt in Teuta, nur erschienen sie, abweichend vom allgemein üblichen Muster, nach vorn weniger gerundet, als vielmehr in einer Spitze verlaufend. Und die Aeltesten, mit Ausnahme des Sprechers, nickten dem Oberpriester