— O weh! Dann müssen wir das Fest absagen. Trauer im Volke läßt kein Freudenfest zu! entfuhr’s dem Sprecher in der ersten Erregung.

— Das wäre die beste Lösung, dachte Ao, halblaut murmelnd, und warf dem Sprecher einen dankbaren Blick zu.

Aber der Anblick des Todtenantlitzes hielt die Aeltesten noch gebannt.

— Minus vom hohen Rath! bemerkte der Eine mit kläglicher Stimme. Man sieht’s ihm gar nicht an.

— Ja, man sieht’s ihm gar nicht an, wiederholte der Zweite.

— Wahrhaftig, Du hast recht, fiel der Dritte ein.

— In der That, es ist so, der Vierte.

— Ich bitte Euch, meine Freunde, was meint Ihr? Was ist in der That und wahrhaftig so, daß man’s ihm gar nicht ansieht, unserm Minus vom hohen Rath? Sprecht Euch deutlicher aus, was meint Ihr? Sprecher, sprich Du, was meint man? Ist Euch etwas kund, das mir verborgen geblieben? Wißt Ihr eine besondere Ursache seines plötzlichen Todes? Sprecht Euch umständlich aus, ich bitte Euch. Er rührt sich nicht mehr, er sieht und hört Euch nicht mehr. Sein schönes, kluges Antlitz starr und bleich wie Wachs, und einst in der sprudelnden Lebhaftigkeit seiner Einfälle so beweglich.

— Beweglich, das ist das Wort, Hoheit, athmete der Sprecher auf.

— Beweglich! fielen die Anderen mit eindringlicher Betonung im Chore ein. Beweglich!