„Ich dachte es mir,“ antwortete der Luftpirat. „Jetzt wollen wir sehen, wer das Spiel gewinnt. Der Schaden wird ausgebessert. Sie, Herr Professor, können Ihre Beobachtungen fortsetzen. Unterdessen werden wir hier unten mit Ablösung fortwährend arbeiten, damit wir diesen Kometen vor dem drohenden Zusammenstoß verlassen können.“

Der Professor warf einen prüfenden Blick auf die klaffende Oeffnung. Offenbar zweifelte er daran, daß dieser fürchterliche Schaden so schnell beseitigt werden könnte und fürchtete das Schlimmste. Er sagte aber kein Wort, sondern begab sich wieder zu den Instrumenten.

Die Inder und Terror brachten allerhand Werkzeuge und Gerätschaften aus dem „Meteor“, Reserveplatten und Panzerrippen, da man von all diesen Dingen für unvorhergesehene Fälle Vorrat mitführte. Mors war der erste, der mit Hand anlegte. Es war ganz zweifellos, daß man sich, um das große Leck zu verstopfen und so schnell als möglich fertig zu werden, größter Eile befleißigen mußte. Die Reparatur war nur ein Notbehelf, aber immerhin konnte er genügen, den „Meteor“ zur Erde zurückzuführen.

Man mußte, um an das durch den Sprengstoff geschlagene Leck heranzukommen, die Apparate, welche zur Lufterneuerung dienten, abnehmen. Und hierbei war es Mors, der die Spuren des Verbrechens entdeckte. Er bückte sich plötzlich und hob etwas von der Erde empor. Dieses Ding war freilich durch die Explosion halb zerschmettert, aber man sah noch deutlich die Ueberreste einer großen Metallkapsel, eine Art Zifferblatt und darauf ein paar zerstörte Zeiger.

„Der letzte Zweifel ist geschwunden,“ sprach Mors zu seinen Leuten. „Hier seht Ihr es, es war eine Höllenmaschine. Diese Uhr war jedenfalls reguliert, um den Sprengstoff zu einer ganz bestimmten Zeit zur Explosion zu bringen. Ha,“ rief er plötzlich. „Jetzt weiß ich es. Jetzt kenne ich den Täter!“

Terror und die Inder sahen den Luftpiraten fragend an.

„Ja, ich kenne ihn,“ sprach Mors finster. „Jetzt entsinne ich mich, daß einer der neuangeworbenen Inder kurz vor der Abreise fragte, wie lange es dauern würde, bis wir den Kometen erreichen. Ich gab dem Mann auch ahnungslos Antwort, denn ich hielt diese Frage für bloße Neugierde. Jetzt weiß ich es besser. Der Mann wollte wissen, wann die Höllenmaschine tätig sein sollte. Er hat das Uhrwerk auf den fünfzehnten Tag gestellt. Da seht, dieser zerstörte Zeiger deutet noch auf die Zahl fünfzehn. Dieser neuangeworbene Inder ist ein Verräter und ein Verbrecher! Der ist von meinen Feinden gewonnen worden!“

Die anderen Inder stießen drohende Rufe aus und gelobten fürchterliche Vergeltung.

Von neuem wurde gearbeitet. Mors war der erste an der Spitze. Er legte selbst die schweren Panzerplatten auf das Leck, während die Inder die Bolzen durch die Verbindungsstücke hindurchtrieben und Terror alle Lücken auf das sorgfältigste verlötete. Ueber den Arbeitenden aber stand drohend der Feuerkomet, der sich mit unbegreiflicher Geschwindigkeit dem dunklen Kometen zu nähern schien.

Unablässig nahm er an Größe zu, die Luft schien zu glühen, die dunkle Röte, welche das Firmament erfüllte, gab die Beleuchtung zu der Arbeit, die mit ungeschwächten Kräften zu der Wiederherstellung des schwerverletzten „Meteor“ fortgesetzt wurde.