„Für diesen Mann gibt es kein Hindernis,“ erwiderte der Prinz. „Er kommt und er wird zur Stelle sein.“
Die Kirchturmuhren der Residenz verkündeten die zwölfte Stunde, als sich die beiden Männer einem kleinen tempelartigen Pavillon näherten.
Ringsumher standen Bildsäulen, Marmorgruppen, Götter und Göttinnen, vom Mond gespenstisch beleuchtet.
Hier war es fast unheimlich, der Nachtwind rauschte in den Bäumen und Büschen, ein Käuzchen ließ seine klägliche Stimme vernehmen.
„Der Totenvogel,“ murmelte der Herrscher, der sonst gewiß nicht abergläubisch veranlagt war.
Sonst war nichts zu sehen, die beiden Männer schienen sich allein am Pavillon zu befinden.
Aber im Augenblick, wo der letzte Schlag der zwölften Stunde vom Turm der Hauptkirche herüberdrang, trat eine Männergestalt hinter dem Pavillon hervor.
„Da bin ich,“ sprach eine sonore Stimme.
Der Mond beleuchtete einen Mann, der einen einfachen braunen Mantel von militärischem Schnitt über den Schultern trug.
Vorn war der Mantel geöffnet, so daß man eine dunkelblaue Uniform erblickte.