Die Größenordnung des Sättigungsstromes, den man mit Uranverbindungen erhält, beträgt etwa 10 − 11 Ampère für einen Kondensator, dessen Platten 8 cm Durchmesser und 3 cm Abstand haben. Die Thoriumverbindungen geben Ströme von derselben Größenordnung und die Aktivitäten der Oxyde von Uran und Thor sind ganz analog.

[c) Radioaktivität der Uran- und Thorverbindungen.]

Es folgen zunächst einige Zahlen, die ich mit verschiedenen Uranverbindungen erhalten habe; i bedeutet die Stromstärke in Ampère:

i ⋅ 1011
Metallisches Uran (etwas kohlehaltig)2,3
Schwarzes Uranoxyd, U2O52,6
Grünes Uranoxyd, U2O41,8
Uransäurehydrat0,6
Natriumuranat1,2
Kaliumuranat1,2
Ammoniumuranat1,3
Uranosulfat0,7
Urankaliumsulfat0,7
Uranylnitrat0,7
Urankupferphosphat0,9
Uranylsulfat1,2

Die Dicke der angewandten Schicht von Uranverbindungen hat wenig Einfluß, vorausgesetzt, daß die Schicht zusammenhängend ist. Einige Versuche hierüber ergaben:

Schichtdicke (mm)i ⋅ 1011
Uranoxyd0,52,7
3,03,0
Ammoniumuranat0,51,3
3,03,0

Man kann hieraus schließen, daß die Absorption der Uranstrahlen durch die emittirende Substanz sehr stark ist, da die aus tieferen Schichten kommenden Strahlen keinen merklichen Effekt
hervorbringen.

Aus den Zahlen, die ich[15] mit Thorverbindungen erhalten habe, ergab sich folgendes:

  1. Die Dicke der angewandten Schicht ist von beträchtlichem Einfluß, besonders beim Oxyd.
  2. Das Phänomen ist nur dann regelmäßig, wenn man eine sehr dünne aktive Schicht benutzt (z. B. 0,25 mm). Wenn man dagegen eine dicke Schicht (6 mm) benutzt, so erhält man zwischen weiten Grenzen schwankende Zahlen, besonders im Falle des Oxyds:
Schichtdicke (mm)i ⋅ 1011
Thoroxyd0,252,2
0,52,5
2,54,7
3,05,5 im Mittel
6,05,5 „ „
Thorsulfat0,250,8