6.

Dieses Ereignis klang in Monika nach mit einer bedeutungsvollen Schwere, die es für keinen der anderen gehabt.

Schon der Tod ihres Vaters hatte ihr einen erschütternden Eindruck gemacht.

Aber jener Tod war nichts Ueberraschendes, war nur die Folge einer langen Kette gewesen, geschmiedet aus leidensvollen Tagen und schlaflosen Nächten.

Des Vaters mächtiger Körper war nicht zusammengebrochen wie ein Baum, den der Blitzstrahl trifft, nein! Die Krankheit hatte langsam ihr Werk getan; alle die vielen Tage und Nächte waren wie Ameisen gewesen, die fleißig und hastig Stück um Stück Gesundheit und Leben davontrugen.

Monikas Vater war ein alter Mann gewesen, als seine Augen brachen; alt, trotzdem er kaum fünfundvierzig erreicht.