„Sollst mal sehen: einen Prinzen! Einen mit blauen Augen und weißblonden Haaren und einem süßen, kleinen Schnurrbärtchen, so wie ein Bürstchen geschoren. Riesig groß muß mein Prinz sein und ganz schlank und wahnsinnig elegant. So hohen Stehkragen und als Krawattennadel eine Perle für zehntausend Mark!“

Nach diesem Trumpf trat Monika einen beschleunigten Rückzug an, da Marie in einen bedenklichen Grad von Wut geraten war.

Marie rächte sich dann auch grausam für Monikas „Größenwahn“, als an diesem Tage die Nachmittagspost die Journalmappe brachte.

Monika fand Marie behaglich ausgestreckt auf dem Teppich liegen, die zweiundzwanzig verschiedenen Journale malerisch um sich herumgruppiert.

Monika legte sich sofort auch bäuchlings auf den Teppich und pürschte sich langsam und vorsichtig an ihre Cousine heran.

„Du, Mariechen...“

Ein kühler Blick ward ihr zuteil.

„Du wünschest?“

„Würdest Du mir vielleicht erlauben, daß ich auch was davon lese?“