Und hundert plötzlich... Brennende Feuerräder, die in ungeheurem Bogen über den tiefdunkeln Himmel emporgeschleudert wurden und in einer wilden Strahlengarbe hinabstürzten in den See. Strahlenkränze von roten Lichtern auf all den Masten und Rahen der Schiffe, die auf dem Wasser kreuzten.
Alle diese Schiffe aber blieben im Dunkeln. Man sah nur die Girlanden von Licht — wie Tausende roter Leuchtkäfer über dem See.
Und wieder feurige Schlangen, die empor in den Himmel zischten, Kometen, die eine Flammenbahn über den Horizont zogen, feurige Blumen, die aus einem überreichen Füllhorn emporgeschleudert wurden — — ein wilder Taumel von Feuer, der von der Erde emporraste in den Himmel hinein und hinabstürzend im Wasser starb.
Und wieder Nacht und Schweigen. — — Nein, Schweigen nicht...
Worte flammten auf, heiß und rot, wie es die Feuerblumen eben gewesen...
„Ich muß Ihnen von meiner Liebe reden, Monika. Ahnen Sie denn, wie sehr diese Liebe von mir Besitz genommen hat? Ich bete Sie ja an: Ihre süße Schönheit... Ihren Geist... Ihre Gutherzigkeit ... alles! Mein Denken bei Nacht und Tag ... mein süßes Glück... meine schöne Pantherkatze, — sag’ ein einziges Wort... ein einziges, liebes Wort.“
Sie fühlte seinen brennenden Atem über ihre Wange streichen, fühlte, wie es ihn unwiderstehlich, übermächtig zwang, sie in die Arme zu nehmen...
Und sich gewaltsam dem heißen Zauber entziehend, trat sie hastig einen Schritt zurück.
„Still! Sagen Sie mir jetzt nichts weiter.“
„Aber morgen muß ich Sie sprechen, Monika.“