Schallend klang es durchs Haus.

„Mone, Du tobst — —“

„Schlimmer als das, Tantchen, viel schlimmer! Ich werde schon kindisch, ich fühle mich in meine zarteste Kindheit zurückversetzt: ich singe das Lied, das ich im Alter von vier Jahren zu Weihnachten sang.“

Und wieder erklang es schallend:

„Heut’ ist der große Tag erschienen,

Auf den so lang’ wir uns gefreut — —“

„Mone!“

„Tantchen, darüber kann man den Verstand verlieren, auch wenn man davon mehr besitzt als ich! Heute bin ich fünfzehn Jahre elf Monate und zwei Tage, und heute wird schon ein Stück von mir aufgeführt, — ein Stück! Ich bin einer der frühzeitigsten Dramatiker, die es je gegeben hat.“

„Mone, Du schnappst doch noch mal über,“ sagte Marie, die eben eintrat.

Aber sie sagte das nicht mit dem grimmigen Ernst, den sie sonst ihrer Cousine gegenüber anwendete. Auch sie war freudiger Stimmung, in gespannter Erwartung auf die Ereignisse des Abends.