„Na, Liese, besuchst uns mal in Berlin.“
„Wird nich gehen, mein Trautstes. Wer soll denn für den Grün sorgen, für den Fritzchen, fürs Vieh und für die Ollsche?“
„Laß Dich doch vertreten!“
„Wird nich geh’n, Monchen. Fürs Vieh haben die andern nu schon gar kein Herz.“
Dicke Tränen rollen ihr über das durchfurchte Gesicht.
„Und grüß mir die Mamachen recht scheen. Und wenn sie wieder ein Paket schickt: der Kaffee war’s letztemal großartig — der Zucker auch — die vier Pfundchen waren ja bald weg — aber scheen war er — und denn ja nich wieder Nachtjacken, ich hab’ all genug — aber einen scheenen Unterrock mit een Volang.“
„Wird bestellt, Liese.“
„Und wenn Du wiederkommst, Monchen, komm mit ’nen recht forschen Bräutigam, das ist doch das scheenste auf der Welt...“
Der Abschied von Doktor Rodenberg gestaltete sich weniger tränenschwer. Er empfing Monika sogar ein wenig sarkastisch.