Wie im Halbschlaf saß er bei seinen Büchern, und eben in dieser Zeit ließ Pepi sich herab, einer Anwandlung des Fleißes nachzugeben, und kam ihm nach, kam ihm vor in großen Sprüngen. Aus jedem Gegenstand, in dem er aufgerufen wurde, erhielt er eine Vorzugsklasse.
Und wieder fragte ihn Georg: „Wie machst du's, daß du immer weißt? Sag mir's, wie du's machst?“
Pepi steckte die Hände in die Taschen und warf die Beine, als ob er sie von sich schleudern wollte:
„Zu langweilig!... Dumme Fragerei!“ ... In abgebrochenen Sätzen nur geruhte er zu antworten. Sein Alter gab klein bei, weil er ihm gedroht hatte, sich zu erschießen. So tat er ihm denn auch etwas zulieb und legte seinem Genie keinen Kappzaum mehr an: „Und jetzt mach ich ihm halt die Freud und werd Primus.“
„Ja, ja, wenn's geht!“
„Wenn's geht?“
„Gar gewiß ist's doch nicht. Es ist noch der Rott da und der Bingler.“
„Ich werd Primus,“ wiederholte Pepi voll Aufgeblasenheit. „Alles geht und wird, wie ich's haben will – grad so!“
„Wie du's haben willst?“
„Grad so. Das kannst du nicht begreifen. Du freilich nicht, du armer Büffler. Weil du nur ein Büffler bist, kannst du's nicht begreifen. Du möchtest nur; ich kann, was ich mag.“