Vorher aber komme noch einmal, Freundin Phantasie, und male ihr die am morgigen Tage bevorstehenden Ereignisse deutlich aus.

Sie sieht sich, bereits um acht Uhr früh, in größter Parade und mit der Spitzencoiffe, federnden Ganges hinüberwandeln zu Kunzel. Die Bedienerin läßt sie ein, und sie findet die Familie, wie immer zu dieser Stunde an einem Feiertage, um den Frühstückstisch versammelt.

Beim Eintreten des verehrten und unerwarteten Gastes springen alle auf. Sie aber spricht: „Sitzen bleiben! Ich allein stehe, wie sich's gehört für eine Bittende.

„Lieber Meister, liebe Meisterin, erlauben Sie mir, den Toni zu adoptieren. Er bleibt Ihr Sohn und wird auch der meine, und im nächsten Jahre nehme ich als Familienglied teil an Ihrem Weihnachtsfeste.“


Verlag von Gebrüder Paetel (Dr. Georg Paetel) in Berlin W.


Ein Buch für die Jugend.

Aus meinen Schriften.