„Ja, Doktor! Ja!“ rief Gräfin Aniela dazwischen, – „dem Ball, auf dem wir ein welthistorisches Ereignis inaugurieren!“

„Bei der Mazurka oder bei der Française?“

„Beim Kotillon. Die Damen wählen zugleich alle anwesenden Offiziere. Die Offiziere legen zum Tanz ihre Säbel ab. Die Säbel werden fortgeschafft. Kaum ist das geschehen, so werfen sich die Polen auf die waffenlosen Feinde und machen sie nieder!“

„Vivat!“ rief der Schlachziz, „alle nieder, ohne Pardon!“

Einige Damen widersprachen und schlugen vor, den Offizieren Pardon zu geben, die ihn verlangen würden. Sie zogen jedoch ihren Antrag zurück, als sie bemerkten, daß er Zweifel an der Echtheit ihres Patriotismus erregte.

„Meine Herrschaften,“ sagte Rosenzweig, „dieser Plan ist wundersam ausgedacht, aber ausführen werden Sie ihn nicht.“

„Warum?“ rief's von allen Seiten, „was soll uns hindern?“

„Ihre eigene Hochherzigkeit, Ihr eigener loyaler Charakter. Edle Damen und edle Herren, wie Sie, können hassen, können befehden, aber sie verraten nicht, und sie morden nicht.“

„Monsieur!“ entgegnete ein neunzehnjähriges Bürschlein, das eben aus einer Pariser Erziehungsanstalt heimgekehrt war. „Ihr Argument würde im Kriege gelten, aber es gilt nicht in einer Konspiration.“

„Ganz richtig – weil ja ...“ Dem alten Schlachziz war plötzlich eingefallen, daß er jetzt eine Rede halten sollte; er sprang auf, schlug die Fersen aneinander und rief nach langer Überlegung: