Der Doktor fuhr auf: „Du bist nicht bei Trost!“
Nun begann der andre die Hände zu ringen!
„Auch du antwortest mir so? Das ist ein Unglück! Ach, das ist ein Unglück!... So hat der Herr Pfarrer mir geantwortet, wie ich in der Beichte ausgesagt habe, was ich weiß; so hat der Herr Mandatar mir geantwortet, und der Herr Verwalter hat gar gedroht, mich auf die Bank legen zu lassen, wenn ich solche Sachen rede ...“ Er richtete seinen unsicher suchenden Blick auf den Doktor: „Bist auch du mit ihnen einverstanden?“
„Einverstanden – ich? mit wem?... Sag alles!“ befahl Rosenzweig. „Was wird ums neue Jahr geschehen?“
„Männer von jenseits des Meeres werden kommen und werden alle adeligen Besitzungen unter die Bauern verteilen.“
– Auch die des Pan Theophil Kamatzki. – Wartet, Kanaillen! dachte der Doktor und sprach: „Was wird denn die Regierung dazu sagen?“
„Die Regierung? Ach! Jesus! Von der Regierung aus ist im vorigen Frühjahr schon alles Land vermessen worden, damit die fremden Männer wissen, wie geteilt werden soll.“
Rosenzweig brach in ein schallendes Gelächter aus:
„O! dieses Volk!... Seit fünfzig Jahren verkehre ich mit diesem Volk, aber die Wege seiner Dummheit habe ich noch nicht erforscht ... Alter! die Vermessungen hat der Kaiser vornehmen lassen, weil er wissen will, wie groß sein Galizien ist, und wie viel Steuern es ihm zahlen kann.“
Ungläubig wackelte der Greis mit dem Kopfe: