„Verbergen Sie sich im Haus,“ sprach er zum Emissär.

„Was würde mir das nützen, wenn der Wirt falsch ist – und er ist es,“ antwortete jener. „Ich will meinen Beinen vertrauen. So viel Klugheit wie das gehetzte Wild habe auch ich. Irgendwo findet sich ein Hohlweg, ein Baum, ein mitleidiger Strauch, der mich verbirgt.“

Er schickte sich zur Flucht an.

Da faßte ihn der Doktor mit überlegener Kraft und drängte ihn zu seinem Wagen hin.

„Herunter, Joseph!“ befahl er, „und sieh zu, wie du nach Hause kommst. Sie aber, nehmen Sie seinen Platz ein. Rasch!“

Der Widerstrebende war auf den Wagen hinaufgehoben, bevor er sich's versah. Der Doktor warf ihm seinen im Wagen zurückgebliebenen Mantel über die Schultern, Joseph legte die Zügel in seine Hand und trat sofort im Eilschritt den Heimweg an.

„Du!“ sprach Nathanael, und Abraham beugte sich beinahe bis zur Erde unter dem Blitz, der aus den Augen des Doktors auf ihn niederfuhr, „du sollst mich kennen lernen, wenn du den Verräter weiter spielst!“ Einige Verwünschungen folgten, die ihm leicht von den Lippen flossen. Schwerer wurde es ihm, hinzuzusetzen: „Wenn du aber dein Maul hältst – dann kriegst du von mir für dein Schweigen das Doppelte von dem, was deine Angeberei dir eingetragen hätte.“

Er machte eine rasche Wendung den immer näherkommenden Reitern entgegen.

„Hallo ho!“ rief er, die Hände vor dem Munde zum Sprachrohr geformt, „zu spät! zu spät!“

Ein Pikett Husaren mit einem blutjungen Kadetten an der Spitze kam angaloppiert. Der Kadett riß sein Pferd dicht vor Nathanael zusammen: