»O ja – vor ein bis zwei Monaten, als Peter erkrankte; denn er ahnte schon damals, daß es diesmal mit ihm zu Ende gehen würde. Wissen Sie, er war ziemlich alt und Georges Töchter waren zu jung, um ihm viel Gesellschaft zu leisten, außer Mary Jane, der rothaarigen. So fühlte er sich recht einsam, nachdem George und seine Frau gestorben waren, und es lag ihm nichts mehr am Leben. Er sehnte sich schrecklich danach, Harry vor seinem Ende zu sehen – und auch den William, denn er war einer von denen, die ungern ein Testament machen. So hinterließ er nur einen Brief für Harry, in welchem er sagte, wo sein Geld versteckt sei und daß er den Rest seiner Habe so verteilt wünsche, daß Georges Mädchen ein Auskommen hätten – denn ihr Vater George hatte nichts hinterlassen. Zu einem richtigen Testament konnte man Peter Wilks nicht bringen; dieser Brief ist alles.«
»Was, meinst du, mag der Grund sein, daß Harry nicht kommt? Wo wohnt er?«
»O, er wohnt in England – in Sheffield – predigt dort; er ist nie in diesem Land gewesen. Er mag wenig übrige Zeit haben – und vielleicht hat er gar nicht einmal den Brief erhalten.«
»Es ist recht traurig, daß Herr Wilks nicht mehr erleben durfte, seinen Bruder zu sehen, arme Seele! – Du sagst, du gehst nach Orleans?«
»Ja, aber das ist nur ein Teil der Reise, von dort gehe ich in einem Segelschiff nach Rio de Janeiro, wo mein Onkel wohnt.«
»Das ist eine lange Reise, muß aber recht schön sein; ich wollte, ich könnte sie mitmachen. Ist Mary Jane die älteste? Wie alt sind die andern?«
»Mary Jane ist neunzehn, Susan fünfzehn und Johanna etwa vierzehn – das ist die Wohlthätige und hat eine Hasenlippe.«
»Die armen Dinger! Nun müssen sie so allein in der kalten Welt bleiben!«
»Nun, sie könnten schlimmer dran sein. Der alte Peter hatte gute Freunde und die werden schon dafür sorgen, daß ihnen kein Leid geschieht. Da ist Hobson, der Baptisten-Prediger, und Vorsteher Lot Hovey, und Ben Rucker, und Abner Shackleford, und Levi Bell, der Advokat, und Dr. Robinson und deren Frauen und die Witwe Bartley, und – nun ja, eine ganze Menge; aber mit den Genannten war Peter am intimsten, er schrieb auch zuweilen von ihnen an seinen Bruder, den Pfarrer, und wenn dieser noch kommt, wird er wissen, an wen er sich zu wenden hat.«