»Gut,« sagte ich, »laß uns doch ein paar Geister nehmen, die uns helfen, dann wollen wir die andern schon zwingen.«
»Wie willst du sie denn bekommen?«
»Das weiß ich nicht. Wie kriegen die sie denn?«
»Die? O, ganz einfach. Die reiben eine alte Blechlampe oder einen eisernen Ring und dann kommen die Geister angesaust mit Donner und Blitz und Dampf und Rauch, und was man ihnen befiehlt, das thun sie. Es ist ihnen eine Kleinigkeit, einen Kirchturm aus der Erde zu reißen und ihn dem nächsten besten um den Kopf zu hauen.«
»Wer befiehlt ihnen denn?«
»Nun, der Zauberer, der die Lampe oder den Ring reibt, und sie müssen thun, was er sagt. Wenn er ihnen sagt, sie sollen einen Palast bauen, vierzig Meilen lang und ganz aus Diamanten und ihn mit Brustzucker oder Hustenleder oder irgend etwas füllen und dann die Tochter vom Kaiser von China holen zum Heiraten – und Gott weiß was noch – sie müssen alles thun. Und wenn man den Palast wo anders hingestellt haben will, müssen sie ihn rings im Lande herum schleppen, bis er an der rechten Stelle ist, und –«
»Aber,« sag' ich, »warum sind sie denn solche Esel und behalten den Palast nicht für sich selber, anstatt damit herumzukutschieren für andre. Wegen mir könnte, wer wollte, eine alte Blechlampe oder einen eisernen Ring reiben bis er schwarz würde, mir fiel's gar nicht ein, deswegen zu ihm zu laufen und mir befehlen zu lassen.«
»Wie du jetzt wieder redest, Huck Finn, du müßtest eben kommen, wenn du ein Geist wärst und einer riebe den Ring, ob du wolltest oder nicht.«
»Was? Und dabei wär' ich so groß wie ein Baum und so dick wie ein Turm? Gut, ich käme, aber der riefe mich nicht zum zweitenmal, das kannst du mir glauben!«
»Pah, mit dir ist nicht zu reden, Huck Finn, du weißt und verstehst auch rein gar nichts – du bist der vollkommenste Hohlkopf!« –