»Nun, was ist's? mach's kurz, denn es ist besser, wenn wir da unten mitheulen und trauern, statt hier oben zu bleiben und Gelegenheit zu geben, daß man über uns rede.«
»Dauphin, so höre denn! Mir ist nicht ganz wohl; ich habe keine Ruhe. Der Doktor liegt mir im Kopf. Was hast du für einen Plan? Ich habe eine Idee, und ich glaube eine gute.«
»Heraus damit, Herzog!« –
»Daß wir uns vor drei Uhr morgens hier aus dem Staube machen und stromab gleiten mit dem, was wir haben. Ich bin dafür, uns zu begnügen und zu verschwinden.«
»Was! nicht den Rest der Erbschaft hier zu verkaufen? Abzumarschieren wie ein paar Narren und Eigentum im Wert von acht- bis neuntausend Dollars zurückzulassen, das mit Schmerzen darauf wartet, eingesackt zu werden? – und noch dazu alles gut verkäufliches Zeug!«
Der Herzog murrte und meinte, der Sack Geld wäre genug, er wolle nicht noch weiter gehen – wolle nicht die drei Waisen um alles, was sie hätten, berauben.
»Was du für Zeug redest!« rief der König. »Denen rauben wir nichts, als bloß dies Geld. Die Leute, die das Eigentum kaufen, sind die Verlierenden; denn sobald sich's zeigt, daß es uns nicht gehörte – was nicht lange dauern wird, nachdem wir entwischt sind – ist der Verkauf ungültig, und das Eigentum fällt an die Erben zurück. Diese Waisen hier erhalten das Haus zurück, und das ist genug für sie; sie sind jung und tüchtig und können sich leicht ihr Brot verdienen. Denen wird's nicht schlecht gehen. Denk' doch nur, es giebt Tausende und Tausende, die es lange nicht so gut haben. Die hier können sich doch wahrhaftig über nichts beklagen.«
Der König schwatzte drauf los, bis endlich der Herzog nachgab; doch blieb er dabei, daß es eine große Thorheit sei, um so mehr, als der Doktor mit Entlarvung drohe. Der König entgegnete:
»Doktor oder Teufel! was scheren wir uns um die? Haben wir nicht alle Thoren der Stadt auf unserer Seite? Und ist das nicht genug Majorität?«
Sie wollten eben hinuntergehen, als der Herzog sagte: