»Aufgepaßt!« – erklärt er – »im Schild haben wir einen Querbalken und unten im rechten Feld ein dunkelrotes Andreaskreuz, unter dem ein Hund kauert und zu dessen Füßen eine zersprengte Kette liegt, Zeichen der Sklaverei, dann noch ein grüner Querbalken und in azurnem Felde eine siebenfach gezackte Krone. Gekreuzte Degen im andern Feld, drüber steht ein durchgebrannter Nigger in Zobel, der mühsam sein Bündel auf der Schulter trägt. Wappenhalter: zwei Säulen, – das sind wir beide – und als Motto: Maggiore fretta, minore atto. Das hab' ich aus meinem Buch und das will sagen: ›je mehr Hast, desto weniger Schnelligkeit‹. Was sagst du dazu?«
»Hui–i–i–i! Wundervoll! Aber verstehen thu' ich's nicht recht!«
»Na, damit können wir jetzt keine Zeit verlieren, Huck, jetzt müssen wir tüchtig an die Arbeit.«
»Was ist denn ein Feld zum Beispiel und ein Querbalken und ein Andreaskr–«
»Ach, plag' mich doch nicht! Ein Feld – na, ein Feld ist – wart', ich will's Jim schon zeigen, wenn er dran kommt.«
»Aber mir könntest du's doch vorher sagen, Tom, nicht? Was ist ein Querbalken?«
»Ja, was weiß ich? – aber haben muß er's, alle vom Adel haben's!«
So war er immer. Wenn es ihm nicht paßte, einem etwas zu erklären, konnte man drei Wochen lang an ihm pumpen und erfuhr's doch nie.
Da er mit dem Wappen jetzt im klaren war, fing er an und überlegte die Inschrift, die recht düster und schwermütig sein müsse. Jim müsse die auch haben, wie alle andern. Er hatte gleich eine Menge zur Auswahl fertig und schrieb sie auf ein Stück Papier. Dann las er uns vor: