»Bei welchem Kerl? – Fragt der Bursche auch noch! Bei dem Nigger natürlich! Bei wem sonst?«

Tom sieht mich sehr ernst an und fragt:

»Tom, hast du mir nicht eben gesagt, es sei alles in Ordnung? Ist er denn nicht frei?«

»Der?« sagte Tante Sally, »der Nigger? Den haben sie glücklich wieder hinter Schloß und Riegel in seiner Hütte bei Brot und Wasser und man hat ihn angekettet, bis er reklamiert oder verkauft wird!«

Tom fährt im Bett in die Höhe, kerzengerade, seine Augen sprühten und seine Nasenflügel bebten nur so hin und her, und er schreit mich an:

»Dazu haben sie kein Recht! Dazu hat niemand das Recht, hörst du – niemand! – Eil' dich – renn' – verlier' keine Sekunde! Laß ihn frei! Er ist kein Sklave, er ist so frei, wie irgend einer von uns – geschwind – vorwärts!«

»Was in aller Welt meint der Junge?«

»Ich meine jedes Wort grad' so, wie ich's sage, Tante, und wenn nicht gleich eins von euch geht, geh' ich selber. Ich hab' den armen Kerl mein ganzes Leben lang gekannt und ebenso Tom – gelt, Tom! Miß Watson, seine Herrin, ist vor zwei Monaten gestorben; es that ihr so leid, daß sie ihn früher einmal hatte verkaufen wollen. Um das wieder gut zu machen, setzte sie ihn frei – in ihrem Testament!«

»Na, aber dann – das begreif' einer – warum hast du ihn denn befreien wollen, wenn er doch schon frei war?«