»Nix thun, alte Jim nix thun! Sein nur arme, alte Nigger, sein nix bös mit arme Geist! Alte Jim haben immer lieb gehabt arme Geist von tote Mensch. Du gehen wieder in die Wasser, wo du kommen her. Nix thun gute alte Jim, nix thun Geist von arme Huck, sein immer gewesen deine gute Freund!«
Bald hatte ich ihm begreiflich gemacht, daß ich nicht tot und auch nicht mein Geist sei. Ich war so froh, Jim gefunden zu haben; so war ich jetzt doch nicht mehr allein. Ich sagte ihm, mir sei nicht bange, daß er mich verraten würde. Ich schwatzte und schwatzte und er saß da und starrte mich noch immer ungewiß an, thut aber den Mund nicht auf. Endlich sag' ich:
»Geh', 's ist beinah' hell, laß uns das Frühstück kochen. Schür's Feuer tüchtig, alter Kerl!«
»Warum sollen Jim schüren Feuer? Sollen kochen Erdbeeren un solchen Zeug? Du haben Flinte warraftig, du schießen anner Sach' wie Erdbeeren!«
»Erdbeeren und solcher Zeug?« wiederhol' ich, »hast du davon gelebt bis jetzt, armer Teufel?«
»Haben nix können anners finden!« antwortete er.
»Wie lang bist du denn schon hier, Jim?«
»Sein Jim kommen in die Nacht, wenn du sein gestorben!«
»Was? Schon so lange?«
»Ja, warraftig!«