»Na, worüber achst du?« rief der Kahlkopf.
»O, daß ich solches Leben führen muß und zu solcher Gesellschaft heruntergekommen bin!« Und er wischte sich einen seiner Augenwinkel mit einem Fetzen.
»Ist dir etwa die Gesellschaft nicht gut genug?« fuhr der Kahlkopf etwas scharf und ärgerlich heraus.
»Ja, sie ist gut genug für mich, so gut wie ich's verdiene. Wer hat mich so heruntergebracht, nachdem ich so hoch stand? Ich selbst. Ich werfe euch nichts vor, meine Herren – weit entfernt – niemandem werfe ich etwas vor. Ich bin ganz allein schuld. Mag die kalte Welt ihr Schlimmstes thun, mag das Schicksal ferner mich verfolgen und mir alles entreißen – Freunde, Eigentum, alles – eines weiß ich: irgendwo finde ich ein Grab, das kann die Welt mir nicht entreißen, eines Tages werde ich mich niederlegen und alles vergessen, und mein armes gebrochenes Herz wird Ruhe haben.« Und er wischte sich wieder an den Augen herum.
»Potz armes gebrochenes Herz! Warum läßt du es vor uns hier überlaufen? Was können wir dafür?«
»Nein, ihr allerdings nicht. Euch beschuldige ich auch nicht, meine Herren. Ich habe mich selbst heruntergebracht – ja, ich selbst. Es geschieht mir recht, wenn ich leide, ganz recht – ich grolle niemand.«
»Heruntergebracht von wo? Von wo bist du heruntergebracht worden?«
»Ach, ihr würdet mir's nicht glauben; die Welt glaubt nie – laßt mich – es kann euch einerlei sein. Das Geheimnis meiner Geburt –«
»Das Geheimnis deiner Geburt? Willst du behaupten –«
»Meine Herren,« sagte der junge Mann feierlich, »ich will es euch enthüllen, denn ich fühle, daß ich euch vertrauen darf. Von Rechts wegen bin ich ein Herzog!«